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Riesenzecke erstmals in italienischer Urlaubsregion nachgewiesen


Gefährliche Hyalomma
Riesenzecke in italienischer Urlaubsregion nachgewiesen

Von t-online, lhe

28.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Eine tote Zecke Hyalomma marginatum sitzt auf einer HandVergrößern des BildesEine Hyalomma: Die Riesenzecke breitet sich auch in gemäßigten Gefilden aus. (Quelle: Marijan Murat/dpa/Archivbild/dpa)
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Die Riesenzecke Hyalomma breitet sich weiter aus. Nun wurde sie auch in der italienischen Urlaubsregion Triest nachgewiesen.

Viele Menschen haben Furcht vor Zecken – es ist nicht nur unangenehm, wenn die Parasiten sich an uns festsetzen und unser Blut saugen, es kann auch gefährlich werden. Denn die kleinen Tiere, die zur Gattung der Milben gehören, können schwere Krankheiten übertragen.

Mittlerweile sind es nicht nur unsere heimischen Zecken, die Anlass zur Sorge geben. In den vergangenen Jahren hat sich auch in gemäßigten Gefilden die Hyalomma, auch Riesenzecke genannt, immer weiter ausgebreitet. In Deutschland wurde sie erstmals im Jahr 2015 nachgewiesen. 2019 wurde ein Fall des Fleckfiebers bekannt, das die Hyalomma überträgt.

Auch in anderen Ländern und Gebieten, in denen sie zuvor nicht heimisch war, taucht die Riesenzecke auf. Forscher des Naturhistorischen Museums haben nun etwa ein Vorkommen der Hyalomma in der italienischen Region Triest nachweisen können. Das berichtet das Museum in einer Pressemitteilung.

 
 
 
 
 
 
 

Triest liegt in einer Region, in der die Riesenzecke bislang nicht vorkam. Sie war in Europa zwar bereits zuvor entdeckt worden, allerdings in südlicheren und trockenen bis halbtrockenen Gebieten. Die kalten Winter in den gemäßigteren Klimazonen konnte die Hyalomma bislang nicht überleben – der Klimawandel hat das aber geändert. Laut RKI hat die Zecke in Deutschland zudem gute Überlebenschancen, da sie keine natürlichen Fressfeinde hat und eine hohe Zahl an Nachkommen zeugt.

Darum ist die Hyalomma so gefährlich

Zu erkennen ist die Hyalomma an ihrer enormen Größe – sie wird etwa dreimal so groß wie einheimische Zeckenarten, beispielsweise der Gemeine Holzbock. Außerdem hat sie braun-weiß gestreifte Beine. Die Riesenzecke fällt aber nicht nur durch ihre Größe auf, sondern auch durch ihr Jagdverhalten. Sie erkennen einen potenziellen Wirt an der Silhouette. Einmal anvisiert, verfolgen sie ihn.

Hat sie sich an ihrem Wirt festgebissen, kann es für diesen gefährlich werden. Die Hyalomma kann nämlich Krankheiten wie das Fleckfieber übertragen, an dem eine Person in Deutschland bereits erkrankt ist. Zudem kann sie Überträger des Krim-Kongo-Fiebers sein. Eine Erkrankung in Deutschland halten Experten derzeit aber für unwahrscheinlich.

Schützen kann man sich mit den altbewährten Methoden. Wer auf Wiesen oder im Wald umherstreift, sollte lange Hosen tragen und diese in die Socken stecken. Nach dem Spaziergang sollte man sich gründlich absuchen. Wer nach Triest fährt, um dort die Stadt zu erkunden oder am Strand zu entspannen, ist allerdings weniger gefährdet.

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