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Malediven versteigern unbewohnte Inseln – unter mehreren Bedingungen

Pacht für 50 Jahre  

Malediven versteigern 16 unbewohnte Inseln

28.05.2021, 17:40 Uhr | dpa

Malediven versteigern unbewohnte Inseln – unter mehreren Bedingungen. Malediven: Angebote sind bis zum 10. Juni möglich. (Quelle: Getty Images/ Tproduction)

Malediven: Angebote sind bis zum 10. Juni möglich. (Quelle: Tproduction/Getty Images)

Die Corona-Krise hat den Malediven finanzielle Einbußen beschert. Das Land startet daher ein neues Projekt: Inseln können jetzt ersteigert werden – allerdings nur unter bestimmten Auflagen.

Die Regierung der Malediven versteigert 16 der mehr als 1.000 mehrheitlich unbewohnten Inseln. Wer den Zuschlag bekommt, pachtet das Eiland für 50 Jahre, heißt es aus dem Tourismusministerium.

Eine Bedingung sei, dass die Pächterinnen und Pächter auf ihrer Insel ein Hotel mit jeweils mindestens 100 Betten bauen. Mit der Auktion wollen die Malediven ihrem Tourismus nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie helfen, sagt ein Sprecher.

Startpreise ab 173.000 Euro

Eine 1,2 Hektar große Insel gibt es ab 210.000 Dollar (etwa 173.000 Euro), die 10,4 Hektar große Variante ab 1,5 Millionen Dollar (etwa 1,2 Millionen Euro).

Bei ihren Projekten müssen sich Pächterinnen und Pächter in dem sensiblen Ökosystem an Umweltauflagen halten – etwa mehrheitlich Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen, und rund die Hälfte der Vegetation soll sicher stehen bleiben.

Punktesystem soll bei der Entscheidung helfen

Angebote sind bis zum 10. Juni möglich. Den Zuschlag erhalten aber nicht unbedingt die Höchstbietenden. Es gibt ein Punktesystem. 60 Punkte gibt es für das höchste Angebot, 20 Punkte gibt es, wenn mindestens 70 Prozent der Angestellten einheimisch sein sollen, darunter mindestens 5 Prozent Frauen, und 10 Punkte gibt es für Geld in einen Tourismusfonds der Regierung.

Das Ministerium hofft nach eigenen Angaben auf 3.700 zusätzliche Betten und damit verbundene Investitionen von 370 Millionen Dollar (rund 304 Millionen Euro) in den kommenden drei Jahren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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