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Miami: Heißes Pflaster in Florida

Miami: Heißes Pflaster in Florida

29.06.2012, 18:13 Uhr | rk (CF)

Miami war schon immer ein heißes Pflaster. Heute bezieht sich das aber zum Glück fast nur noch auf die Temperaturen – und nicht mehr auf die bis an die Zähne bewaffneten Drogenkartelle, die "Miami Vice" unsterblich gemacht hat.

Miami ist eine recht junge Stadt. Gegründet wurde sie erst 1870 und zählt seit 1896, als der Bahnhof eröffnet wurde, als Stadt – auch wenn damals lediglich 300 Menschen dort wohnten. Entsprechend gibt es wenige klassische touristische Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Ähnliches und auch aus der spanischen Zeit (1821 verkaufte Spanien Florida an die USA) ist nichts erhalten. Der Aufstieg Miamis begann in den 1920er-Jahren, als im übrigen Teil der USA die Alkoholprohibition herrschte – die in Miami weitgehend ignoriert wurde. Auch das ist ein Grund, warum sich vor allem so schillernde Halbwelt-Gestalten wie Al Capone zwischenzeitlich in Miami ansiedelten. Allerdings wurde diese kurze Aufschwungphase durch einen Hurrikan und die Weltwirtschaftskrise abrupt beendet. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden dann viele Militärstützpunkte angesiedelt. In den Achtzigern schien Miamis Bevölkerung dann fast nur noch aus Waffenliebhabern zu bestehen. Auf der einen Seite kämpften Drogenkartelle wie das Medellin-Kartell um die Vorherrschaft bei der Kokain-Einfuhr aus Südamerika, und auf der anderen Seite sah sich auch die normale Bevölkerung genötigt, sich zu bewaffnen, da Mord und Totschlag überhandnahmen.

Auch wenn diese Zeit heute vorbei ist, gibt es doch noch viele Gangs in der Stadt und manche Viertel wie Liberty City sind sehr gefährlich. Dort leben übrigens, genau wie in Little Havanna, besonders viele Exilkubaner. Daneben gibt es auch ein Little Haiti. Übrigens sind zwei Drittel der 400.000 Bewohner Miamis spanische Muttersprachler. Auch wenn die Einwohnerzahl Miamis somit kleiner ist, als man erwarten könnte, leben im Großraum Miami mit Städten wie Palm Beach, Fort Lauderdale und Miami Beach fünf Millionen Einwohner. Einer der schönsten Orte der Metropolregion ist das Art-déco-Viertel in Miami Beach mit dem Ocean Drive als berühmtester Adresse. Hier tummeln sich die Reichen und Schönen an Palmstränden und in stilvollen Restaurants und Bars. Ungefähr tausend Häuser stehen dort unter Denkmalschutz. Während des Miami-Karnevals sollten Sie aber insbesondere auch Little Havanna besuchen. Auch wenn dieser Karneval natürlich im Schatten von Rio steht, werden Sie auch hier gehörig lateinamerikanisches Karnevalsfeeling erleben können. Überhaupt ist Miami mittlerweile dafür bekannt, dass sehr viele verschiedene Ethnien friedlich miteinander auskommen. Aber der Weg dahin war ja auch weit. 

Miami: Die Everglades vor den Toren der Stadt

Wenn Sie die imposante Skyline und das geschäftige Treiben von Downtown Miami hinter sich lassen wollen, ist ein Ausflug in die Everglades ein absolutes Muss. Bei den Everglades handelt es sich um tropisches Marschland, dessen Wasseradern oftmals nur wenige Zentimeter tief sind, aber dafür bis zu sechzig Kilometer breit sind. Allerdings gibt es dort auch wesentlich tieferes Wasser, das eine einzigartige Fauna beherbergt. So sind die Everglades der einzige Ort, wo sowohl Alligatoren als auch Krokodile leben. Außerdem gibt es dort auch die seltenen Seekühe. Neu hinzugezogen sind die Riesen-Pythons, die gleich einen Triumphzug sondergleichen angestellt haben: Mehr als 10.000 leben mittlerweile dort und Säugetiere wie Waschbären, Opossums und Luchse sind schon fast vollständig verputzt worden. Die Flamingos haben aber zum Glück überlebt. Ein anderes Ziel außerhalb der Stadt sind die Florida Keys, eine Inselkette, die über einen langen Highway miteinander verbunden ist. Zahlreiche Filme wie "True Lies" mit Arnold Schwarzenegger spielen sowohl in Miami Stadt als auch auf den Florida Keys. In Miami scheint die Sonne, in Miami lacht das Leben.

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