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Skiunfälle: Welche Fehler Wintersportler vermeiden sollten


Immer weniger Schnee: Tödliche Gefahr für Skifahrer

Von Laura Helbig

Aktualisiert am 11.01.2023Lesedauer: 3 Min.
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Alpen: Die Todesserie auf Skipisten reißt nicht ab. (Quelle: Glomex)
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In der aktuellen Wintersport-Saison häufen sich schwere und tödliche Unfälle. Ein Experte erklärt, wie man sicher auf den Pisten unterwegs ist.

Für den alpinen Tourismus war die Saison 2022/2023 bisher durchwachsen: Das Wetter spielte vielerorts nicht mit. Obwohl es Anfang Dezember noch frostig war, stiegen die Temperaturen im Laufe des Monats extrem an, auch der Januar ist warm. In vielen Skigebieten können Pisten nur noch mithilfe von Kunstschnee betrieben werden. Der mangelnde Schnee stört nicht optisch, sondern kann mitunter tödlich werden.

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) zählte in den österreichischen Skigebieten im Zeitraum vom 1. November 2022 bis zum 3. Januar 2023 13 Tote – fast das Doppelte des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre. Der Großteil der tödlich Verunglückten starb nach "Stürzen mit Aufprall gegen Hindernisse", wie es in der ÖKAS-Statistik heißt. Was sind die Gründe für die schweren Unfälle und Todesfälle? Und wie können Wintersportler ihre eigene Sicherheit verbessern?

Wintersport: Schwere Unfälle auch durch den Klimawandel

Im Interview mit t-online erklärt ÖKAS-Geschäftsführer Matthias Knaus, dass es einen Zusammenhang zwischen den milden Temperaturen und schweren Unfällen gibt. Durch die Erwärmung des Klimas steigt die Schneefallgrenze, was zur Folge hat, dass Gelände abseits der (mit Kunstschnee präparierten) Pisten nicht mehr mit Schnee bedeckt ist. So bleibt Ski- und Snowboardfahrern in Gefahrensituationen nicht mehr viel Platz zum Ausweichen.

Skifahren bald Geschichte? Videos zeigen, wie es um bekannte Skigebiete bestellt ist. (Quelle: t-online)

Stürze abseits der Pisten werden sehr gefährlich – denn der Schnee kann diese abfedern. Liege der aber nicht, gebe es bei "Unfällen mit höheren Geschwindigkeiten Verletzungsmuster, welche durchaus mit Motorradunfällen im Sommer zu vergleichen sind – allerdings ohne Schutzausrüstung", wie das ÖKAS Jochen Tiefengraber von der Flugrettung des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) zitiert. Zudem sorgten höhere Temperaturen für schlechtere Pistenverhältnisse, die auch zu Stürzen und Unfällen führen können.


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Durch den fehlenden Schnee abseits der Pisten gibt es bei Unfällen mit höheren Geschwindigkeiten Verletzungsmuster, welche durchaus mit Motorradunfällen im Sommer zu vergleichen sind – allerdings ohne Schutzausrüstung.


Jochen Tiefengraber, Stützpunktleiter, ÖAMTC Flugrettung


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Ein Skigebiet in der Steiermark, Österreich: Die Pisten sind mit Kunstschnee bedeckt, rundherum ist alles grün. Das kann bei Stürzen gefährlich sein. (Quelle: IMAGO)

Unfälle im Wintersport: Auch der Mensch ist ein Risikofaktor

Doch nicht nur der fehlende Schnee kann für Wintersportler zur Gefahr werden. Sylvia Brix, Marketingleiterin der Bergbahn Kitzbühel, verweist auf die "oft überhöhte Geschwindigkeit, mit der viele Gäste auf den Pisten unterwegs sind". Hohe Geschwindigkeiten und fehlende Rücksichtnahme sind in vielen Skigebieten schon seit Jahren ein Problem. Die Unfallgefahr kann dann durch Umwelteinflüsse erhöht werden. In der Urlaubsregion Kitzbühel setzt man zur Prävention daher auf mehr Aufklärung.

Brix erklärte gegenüber t-online: "Wir informieren alle Gäste mittels digitaler Systeme und Lautsprecherdurchsagen, dass sie ihre Geschwindigkeit auf die aktuellen Pistenverhältnisse, das Personenaufkommen sowie dem eigenen Fahrvermögen anpassen sollen." Zudem versuche man in Kitzbühel, die Gäste besser über die Saison zu verteilen, damit es nicht zu Massenaufläufen kommt – etwa durch "gezielte Marketingaktionen und Rabatte".

Eindeutige Bilder: Unsere Urlaube werden schon bald nicht mehr so sein, wie wir sie kennen. (Quelle: t-online)

So können sich Wintersportler gegen Unfälle wappnen

Unfälle in risikobehafteten Sportarten wie Ski oder Snowboard sind nicht immer vermeidbar. Doch es gibt Methoden, wie man das Risiko von Stürzen und Verletzungen verringern kann. Das rät ÖKAS-Geschäftsführer Matthias Knaus:

  • Fitness: Vor dem Winterurlaub sollte man seine Kondition aufbessern – besonders, wenn man sonst wenig Sport macht (lesen Sie hier, wie das geht). Die körperliche Belastung in höheren Regionen sei für viele ungewohnt und erfordere, dass man sich langsam eingewöhnt. Am ersten Tag sollte man es also eher ruhig angehen lassen. Das ÖKAS empfiehlt Personen über 45 zudem, sich vor dem Winterurlaub medizinisch durchchecken zu lassen. Fünf der Todesfälle der aktuellen ÖKAS-Statistik sind auf Herz-Kreislauf-Versagen zurückzuführen, alle waren über 51 Jahre alt.
  • Das eigene Können verbessern: Regelmäßiges Fahren führt zu mehr Sicherheit und zur besseren Einschätzung von Gefahrensituationen. Für Wintersportler, die nicht oft auf die Piste kommen, lohne es sich, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ab und an aufzufrischen – etwa in der Skischule.
  • Gutes Material: Die Ausrüstung sollte ordentlich eingestellt sein und regelmäßig überprüft werden. Im Falle eines Sturzes müssen sich die Skier aus der Bindung lösen können, da sonst schlimmere Verletzungen drohen. Auch gute Kanten an den Skiern sind laut Knaus sehr wichtig, um auf harten und eisigen Flächen die Kontrolle zu bewahren. Die Verleihe in den Wintersportgebieten sind oft sehr gut ausgerüstet und bieten auch diverse Services für die eigene Ausrüstung an. Sehr wichtig: Unbedingt Helm tragen!
  • Achtsamkeit auf der Piste: Knaus mahnt dazu, dass sich Wintersportler an die Verhaltensregeln des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) halten sollten, um Unfälle zu vermeiden. Doch auch darüber hinaus sei Wachsamkeit auf den Pisten wichtig. Ski- und Snowboardfahrer sollten sich immer auf das Wetter und die Pistenverhältnisse einstellen und ihren Fahrstil dementsprechend anpassen. So erfordere es wesentlich mehr Geschick und Können, bei schlechter Sicht zu fahren. Ist die Abfahrt schon sehr zerfahren oder vereist, kann aus einer blauen Piste auch schnell eine rote werden.
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Verwendete Quellen
  • Telefonisches Interview mit ÖKAS-Geschäftsführer Matthias Knaus, 9. Januar 2023
  • Schriftliches Interview mit Sylvia Brix, Marketingleiterin der Bergbahn Kitzbühel, 10. Januar 2023
  • alpinesicherheit.at: ÖKAS-Statistik zu Pistenunfällen: Hohe Todeszahlen, aber insgesamt weniger Verletzte
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