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Tabletten für Gelenke bei Stiftung Warentest: Alle fallen durch


Stiftung Warentest checkt
Pillen fürs Gelenk: Schmerzhaftes Testergebnis

Von dpa-video, jb

Aktualisiert am 20.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Tabletten liegen in einer geöffneten Hand (Symbolbild): In Deutschland werden immer mehr Medikamente knapp.Vergrößern des BildesTabletten liegen in einer geöffneten Hand (Symbolbild): Achten Sie bei den Präparaten auf die Zusammensetzung. (Quelle: Michael Bihlmayer/imago-video)
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Bei knirschenden Gelenken greifen Betroffene teils zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitaminen, Kollagen oder Hyaluronsäure. Ein Test zeigt, dass das unsinnig ist.

Es zwickt im Knie, es schmerzt in der Schulter und es knackt in der Hüfte – viele Menschen haben Probleme mit den Gelenken. Etliche von ihnen hoffen, dass Nahrungsergänzungsmittel Linderung bringen oder zumindest vorbeugen.

Ein Check der Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2024) zeigt: Zwar behauptet kein Hersteller, dass sein Mittel Gelenkbeschwerden lindert oder Arthrose vorbeugt. Doch die Anbieter versuchen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern den Anschein zu erwecken, dass die Inhaltsstoffe in ihren Präparaten durchaus helfen könnten. Das geschehe beispielsweise über die Verpackungsoptik sowie geschickt arrangierte Angaben zu Inhaltsstoffen.

Zahlreiche Mängel bei Nahrungsergänzungsmitteln für Knochen, Knorpel und Gelenke

Die sonst üblichen Bewertungen von "sehr gut" bis "ungenügend" wurden im Test nicht verteilt, da die Prüfer keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit der in den Nahrungsergänzungsmitteln enthaltenen Stoffe fanden. "Im besten Fall sind die Mittel überflüssig", so die Tester. Dies traf auf zwei Produkte zu.

Insgesamt sechs Produkte bewerteten die Tester als "überflüssig mit erheblichen Mängeln". Dazu zählte beispielsweise, dass alle empfohlenen Höchstmengen mit einer Tagesdosis überschritten werden und es zudem an Warnhinweisen fehle. Betroffen von diesem Urteil sind unter anderem "Chondroplus" von Orthomol sowie "Arthro360" von Amitamin. Beide Produkte sind zudem mit 1,83 Euro beziehungsweise 1,17 Euro pro Tagesdosis nicht gerade preiswert.

Die restlichen Präparate im Test zeigten den Prüfern zufolge "mehr oder weniger große Mängel", darunter sowohl Über- als auch Unterdosierungen von Bestandteilen. Ein Mittel enthielt etwa das Dreifache der vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlenen Tageshöchstdosis an Vitamin E. Bei Männern kann sich dadurch das Prostatakrebsrisiko erhöhen. In anderen war "weit weniger" des Inhaltsstoffs Chondroitin enthalten, als auf der Packung verzeichnet.

Egal, was suggeriert wird: "Nahrungsergänzungsmittel können Gelenkbeschwerden weder heilen noch vorbeugen", schreiben die Warentester. Besser sei es, sich viel zu bewegen, gesund zu ernähren und ärztlichen Rat einzuholen.

Verwendete Quellen
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