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Rechtsfahrgebot: Darum fahren wir rechts Auto und andere links


Warum wir rechts fahren und andere Länder links


Aktualisiert am 12.01.2024Lesedauer: 2 Min.
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Linksverkehr: Für Neulinge kann die andere Fahrweise in einigen Ländern verwirrend sein. Es empfiehlt sich erst einmal auf einem Testgelände zu üben.Vergrößern des Bildes
Linksverkehr: In etwa 60 Ländern der Welt hat man sich gegen das Rechtsfahrgebot entschieden. Aber warum? (Quelle: Duncan_Andison/Getty Images)

Sogar Reiter hielten sich daran: Seit Jahrhunderten fährt man in Deutschland rechts und in vielen anderen Ländern links. Wie kam es dazu?

Der Rechtsverkehr ist keine neue Erfindung: Auf dem Gebiet des heutigen Deutschland beispielsweise wurde er schon vor mehr als 200 Jahren angeordnet. Damals galt er natürlich zunächst für Reiter und Kutschen. 1910 führte das damalige Deutsche Reich die Regelung für die Anfänge des modernen Straßenverkehrs ein.

Noch älter aber ist der Linksverkehr: Er soll bereits im Mittelalter vorgeherrscht haben (also zwischen dem 6. und dem 15. Jahrhundert). Möglicherweise, weil Reiter – meistens Rechtshänder – dadurch einfacher ihr Schwert ziehen und sich im Notfall besser verteidigen konnten als gegen einen Angreifer von links. Außerdem stiegen sie meist von links aufs Pferd. Und das gelingt sicherer auf der linken Seite des Weges. Das allerdings sind Theorien.

Weshalb aber fährt man heute in vielen Ländern rechts und in anderen links?

So kam es zu Rechts- und Linksverkehr

Seinen Ursprung nahm der Rechtsverkehr in Frankreich. Dort wurde er während der Französischen Revolution (1789 bis 1799) festgelegt. An deren Ende hieß der Machthaber Napoleon Bonaparte. Und der ging sogleich auf Expansionskurs: Unter seiner Macht unterwarf Frankreich große Teile Kontinentaleuropas. Und ordnete überall, wo es das Sagen übernahm, den Rechtsverkehr an.

Frankreichs Macht in Europa blieb nicht von Dauer – im Gegensatz zum Rechtsverkehr: Einmal darauf umgestiegen, blieben die ehemals unterworfenen Länder einfach dabei. Über die Jahrhunderte hinweg setzte er sich so bis heute durch. Auf diese Weise kam der Rechtsverkehr übrigens auch in die Kolonialgebiete der verschiedenen europäischen Länder und verbreitete sich so in der ganzen Welt.

Großbritannien aber wollte dabei nicht mitmachen: Im Jahr 1835 entschied man sich dort für den Linksverkehr – der sich ebenfalls während der Kolonialzeit über die britische Einflusssphäre ausbreitete. Beides hat also seinen Ursprung in den Entscheidungen Frankreichs für Rechts- und Großbritanniens für Linksverkehr.

Für Autofahrer bringt der Umstieg beispielsweise im Urlaub natürlich einige Umgewöhnungen mit sich. So wird etwa bei Linksverkehr der Kreisel im Uhrzeigersinn befahren – anders als bei uns. Und ein generelles "Links-vor-rechts" gibt es dort nicht.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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