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Lexikon zum Klimawandel: Globalisierung – Vor- und Nachteile der Vernetzung


Klimawissen  

Globalisierung – Vor- und Nachteile der internationalen Vernetzung

05.03.2020, 15:42 Uhr
Lexikon zum Klimawandel: Globalisierung – Vor- und Nachteile der Vernetzung. Globalisierung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/metamorworks)

Globalisierung: Durch eine fortschreitende Vernetzung wachen auch die Abhängigkeiten zwischen den Ländern der Welt. (Quelle: metamorworks/Thinkstock by Getty-Images)

Einst war der Begriff Globalisierung von Euphorie geprägt. Globale Märkte sollten wachsen und die Welt enger zusammenrücken. Doch der Prozess brachte zunehmend auch Verlierer hervor.

Schnell eine E-Mail nach Brasilien schicken, morgens zum Termin nach London jetten und am Abend des gleichen Tages zu Hause mit Freunden ins Kino gehen: Die Globalisierung macht es möglich. Sie ist ein Prozess, in dem Kommunikation und Transportwege immer kürzer werden und die gesamte internationale Vernetzung zunimmt.

Auch wenn die Globalisierung alle Lebensbereiche betrifft, steht meist die Wirtschaft im Fokus der Betrachtung: Die Entstehung weltweiter Märkte. Waren, Kapital und Dienstleistungen werden grenzüberschreitend rund um den Globus ausgetauscht. Günstige Transportkosten machen es für Unternehmen attraktiv, im Ausland zu produzieren. Sie wählen Produktionsstandorte mit einem niedrigen Lohnniveau. So entstehen multinationale Unternehmen – sogenannte Global Player.

Vor- und Nachteile der Globalisierung

Globalisierung polarisiert: Die Befürworter sehen in ihr die Vorteile einer immer weiter zusammenwachsenden Welt. Sie betonen, dass Unternehmen durch den Bau von Fabriken im Ausland Geld sparen können. Dabei würden sie gleichzeitig in strukturschwachen Ländern Arbeitsplätze schaffen.

Aber die Arbeitsbedingungen in den Ländern, in denen günstig produziert werden kann, sind oft unmenschlich. Globalisierung zeigt durch die permanente Verfügbarkeit von Informationen die Unterschiede zwischen den Ländern auf. Sie stärkt nicht nur das Bewusstsein für die Ungleichheit, sondern verstärkt sie auch. Denn wenn sich Volkswirtschaften vernetzen, setzen sich schnell die starken gegenüber den schwachen durch. Länder, die im globalen Wettbewerb nicht mithalten können, werden abgehängt. 

Kritiker betonen zudem, dass durch eine voranschreitende Globalisierung regionale Eigenheiten und kulturelles Erbe verloren gehen. Auch Krisen erreichen durch Interdependenzen zwischen den Ländern schnell ein globales Ausmaß: so wie bei der Finanzkrise ab 2007.

Verwendete Quellen:

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