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Fridays for Future: Luisa Neubauer wirft Parteien "verlogene Klimadebatte" vor


Neubauer wirft Parteien "verlogene Klimadebatte" vor

Von dpa
Aktualisiert am 18.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Luisa Neubauer: Die "Fridays-for-Future"-Aktivistin wirft den deutschen Parteien Verlogenheit in der Klimadebatte vor (Archivfoto).Vergrößern des BildesLuisa Neubauer: Die "Fridays-for-Future"-Aktivistin wirft den deutschen Parteien Verlogenheit in der Klimadebatte vor (Archivfoto). (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)
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Ärmere Menschen werden als Ausrede für geringen Klimaschutz genutzt. Das hat Aktivistin Luisa Neubauer den deutschen Parteien vorgeworfen. Dabei seien die Entscheider für die soziale Ungleichheit seit Jahren mitverantwortlich.

Die Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer hat die Klimapolitik deutscher Parteien kritisiert. Neubauer warf ihnen eine "verlogene Klimadebatte" vor. Ärmere Menschen würden "als Ausrede genutzt", um weniger Klimaschutz zu betreiben, sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. Dabei hätten die politisch Verantwortlichen "jahrzehntelang soziale Ungerechtigkeit befürwortet und eine Politik für die Wirtschaft und nicht für die Menschen gemacht", erklärte die Aktivistin.

In der Debatte um Billigflüge und höhere Benzinpreise sei der Eindruck entstanden, als ob mehr Klimaschutz wegen sozialer Fragen nicht möglich wäre, sagte Neubauer. Dabei sei es Aufgabe der Politik, einen angemessenen sozialen Ausgleich zu schaffen. "Die Regierung muss anfangen, mit den Leuten Klartext darüber zu sprechen, vor welchen Herausforderungen wir stehen." Zu den politischen Attacken der jüngsten Zeit gegen die Grünen erklärte Neubauer: "Man könnte meinen, einige Parteien versuchen, ihre fehlenden Klimaschutzprogrammtiken durch Kritik an den Grünen zu verdecken."

Neue Klimaproteste angekündigt

Anfang Juni hatte Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock eine hitzige Debatte über höhere Benzinpreise ausgelöst, nachdem sie erklärt hatte, dass ihre Partei bis 2023 den Sprit um 16 Cent verteuern wolle. Dabei ist der steigende CO2-Preis, der automatisch zu höheren Benzinpreisen führt, längst beschlossene Politik der Bundesregierung.

"Einige Parteien wollen anscheinend die Menschen für dumm verkaufen", sagte Neubauer weiter. Dabei sollte sich die Regierung eher darauf konzentrieren, die internationalen Klimaabkommen einzuhalten und einen "sozial gerechten Klimaschutz für alle zu gestalten". Dafür werde Fridays for Future in den kommenden Wochen gemeinsam mit Gewerkschaften und Sozialverbänden kämpfen, kündigte Neubauer an.

Die Aktivisten von Fridays for Future wollen an diesem Freitag, exakt 100 Tage vor der Bundestagswahl, wieder auf die Straße gehen, um für die Einhaltung der Klimaziele einzutreten. Damit wollen sie die wöchentlichen Streiks wieder aufnehmen, die während der Corona-Pandemie teils zum Erliegen gekommen waren.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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