t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomeNachhaltigkeitKlima & Umwelt

Klimawandel: Diese beliebten Urlaubsziele versinken laut Experten im Meer


Video zeigt: Hier könnte Urlaub bald unmöglich sein


03.12.2023Lesedauer: 1 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Player wird geladen
Klimakrise weltweit: Diese beliebten Metropolen und Reiseziele sind schon jetzt vom steigenden Meeresspiegel bedroht und könnten überschwemmt werden. (Quelle: t-online)

Der menschengemachte Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. Karten zeigen mögliche apokalyptische Folgen eines Anstiegs des Meeresspiegels für weltweite Reiseziele.

Die globalen Temperaturen und Emissionen von Treibhausgasen brechen weiterhin Rekorde. Laut dem neuesten Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) steuert die Welt auf einen Temperaturanstieg von 2,5 bis 2,9 °C bis zum Jahr 2100 zu.

Eine Animation der US-amerikanischen Organisation Climate Central zeigt, welche Folgen der Anstieg des Meeresspiegels bei einer Erderwärmung von 1,5 Grad und 3 Grad in der Zukunft hätte. Dieses Szenario ist Experten zufolge inzwischen realistisch.

Auch wenn die CO2-Emissionen weltweit reduziert werden können und es gelingt, den globalen Temperaturanstieg weitestgehend zu stabilisieren: Der Meeresspiegel wird noch jahrelang steigen.

Prognosen von Climate Central zum Meeresspiegel

Das US-amerikanische Unternehmen Climate Central prognostiziert den langfristigen Anstieg des Meeresspiegels. Eine interaktive Karte zeigt die Gebiete, die durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Die Prognosen stützen sich auf Daten des Fünften Sachstandsberichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC 2013). Hierbei werden die hitzebedingte Ausdehnung der Ozeane und das Abschmelzen von Eisschilden und Gletschern berücksichtigt.

Zahlreiche Küstenabschnitte auf der ganzen Welt drohen über kurz oder lang überschwemmt zu werden. Millionen Menschen werden ihre Heimatorte verlassen müssen.

Videotranskript lesenSymbolbild zum Ein- und Ausklappen

30 der 50 größten Metropolen weltweit liegen direkt an der Küste.

Der steigende Meeresspiegel infolge der globalen Erderwärmung könnte so verheerende Auswirkungen auf die Zukunft dieser Städte und ihre Einwohner haben. Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte er um 0,6 bis 2,1 Meter ansteigen, wie Klimamodelle simulieren

Diese Animationen des Forschungsinstituts Climate Central zeigen die möglichen Folgen eines globalen Temperaturanstiegs von 1,5 Grad Celsius und von 3 Grad Celsius. Wann genau dieser Anstieg allerdings erreicht ist, lässt sich nicht genau vorhersagen. Möglicherweise ist es an einigen Küsten erst in 100 Jahren der Fall, in anderen Ländern ist ein leichter Meeresspiegelanstieg schon jetzt erlebbar.

Ein drastisches Beispiel ist Dubai, ein Wüstenstaat, der bei einer Erwärmung um bis zu 3 Grad Celsius möglicherweise nicht mehr wiederzuerkennen sein wird.

Die sorgfältig geplante Stadt scheint dem Untergang geweiht zu sein, da das Wasser in vielen Teilen der Stadt weit ins Landesinnere vordringt.

Auch die ägyptische Stadt Alexandria ist nicht vor dem steigenden Meeresspiegel sicher, wie die Animation zeigt.

Das Meer hat bereits jetzt Teile eines Strandes in der Stadt verschlungen, der vor wenigen Jahren noch Platz für sechs Reihen von Liegestühlen bot. Jetzt passt nur noch eine einzelne darauf.

Die Karte zeigt, wie das steigende Wasser die Stadt im Zuge der globalen Erwärmung weiterhin bedrohen könnte.

Sogar die südafrikanische Metropole Kapstadt wird in Teilen möglicherweise unbewohnbar werden. Ein animiertes Video veranschaulicht das Ausmaß des Meeresspiegelanstiegs.

Wo der Fluss durch die Stadt fließt, tritt das Wasser über die Ufer und überflutet die umliegenden Gebiete. Auch die Küstenlinie wird nicht mehr so sein, wie wir sie heute kennen.

Die berühmte Copacabana in Rio de Janeiro könnte bei einem Anstieg der Temperaturen um 1,5 oder 3 Grad Celsius in der Zukunft völlig anders aussehen. Im Allgemeinen zählt die brasilianische Metropole laut Klimaforschenden zu den am stärksten gefährdeten Städten in Südamerika.

Das verdeutlicht auch diese animierte Kamerafahrt über Rio de Janeiro. Der Meeresspiegel wird hier voraussichtlich in den nächsten 65 Jahren um 37 bis 82 Zentimeter ansteigen.

Besonders stark betroffen sein wird die niederländische Küste. Von Rotterdam über Amsterdam bis Groningen reicht das Wasser bei einer globalen Erderwärmung von bis zu 3 Grad weit in das Landesinnere hinein.

Einer der Gründe für das gewaltige Ausmaß: Die Landfläche der Niederlande liegt zum Teil sogar unter dem Meeresspiegel. Nordöstlich von Rotterdam befindet sich der tiefste Punkt bei 6,7 Meter unter Normalnull. Amsterdam liegt genau auf Höhe des Meeresspiegels.

Die meisten vom ansteigenden Meeresspiegel betroffenen Menschen leben in Asien, Afrika und Europa. Viele werden ihren Wohnort verlassen müssen.

Europäische Städte wie Amsterdam, Venedig oder auch deutsche Inseln wie Sylt sind schon heute von Hochwasser oder Erosion betroffen. Konzepte zum Schutz durch zum Beispiel erhöhte Deiche sind erforderlich.

Klar ist: Der Klimawandel ist eine der größten Krisen unserer Zeit. Um die schwerwiegenden Folgen einzudämmen, ist dringend eine globale Zusammenarbeit aller Länder dieser Welt erforderlich. Denn der Klimawandel macht nicht an nationalen Grenzen halt.

Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an die bereits unvermeidlichen Veränderungen anzupassen erfordert einen koordinierten globalen Ansatz.

Im Video hier oder oben können Sie sehen, welche beliebten Metropolen weltweit vom Meeresspiegelanstieg betroffen sein werden und wie weit das Meer die Städte überspülen würde.

Verwendete Quellen
  • Climate Central
  • unep: Emissions Gap Report 2023
  • IOC
  • Geomar
  • wiki.bildungsserver
  • Rio on watch
  • Nachrichtenagentur Reuters
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website