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Rettungsschiff mit 64 Migranten: Italien sieht Berlin in der Pflicht

12 Frauen, ein Kind und ein Baby an Bord  

Migranten-Schiff: Italien sieht Berlin in der Pflicht

05.04.2019, 04:03 Uhr | dpa

Rettungsschiff mit 64 Migranten: Italien sieht Berlin in der Pflicht. Seenotrettung: Zuletzt mussten 47 Menschen fast zwei Wochen an Bord der deutschen "Sea-Watch 3" ausharren, ehe sie in Italien an Land durften. (Quelle: dpa/Salvatore Cavalli)

Seenotrettung: Zuletzt mussten 47 Menschen fast zwei Wochen an Bord der deutschen "Sea-Watch 3" ausharren, ehe sie in Italien an Land durften. (Quelle: Salvatore Cavalli/dpa)

Ein deutsches Rettungsschiff mit 64 Migranten an Bord hat Kurs auf die italienische Insel Lampedusa genommen. Doch die italienische Regierung fordert Deutschland auf, "die Angelegenheit zu klären".

Die italienische Regierung hat Deutschland aufgefordert, die Verantwortung für das Schiff einer deutschen Hilfsorganisation mit geretteten Migranten an Bord zu übernehmen. Die "Alan Kurdi" der Regensburger Organisation Sea-Eye hatte Mitte der Woche im Mittelmeer 64 Migranten aufgenommen und sucht seitdem einen Hafen zum Anlegen.

Das Schiff dürfe nicht in italienische Hoheitsgewässer fahren, ein Verstoß dagegen gefährde die nationale Sicherheit, hieß es am Donnerstag in dem Brief des Außenministeriums an den deutschen Botschafter in Rom. Es sei Aufgabe des Flaggenstaates, dafür zu sorgen, dass das Schiff die Vorschriften einhalte.

12 Frauen, ein Kind und ein Baby an Bord

Die "Alan Kurdi" fährt unter deutscher Flagge. Sie habe Kurs auf die italienische Insel Lampedusa genommen, erklärte Sea-Eye. Die Einsatzleitung sei im engen Austausch mit dem Auswärtigen Amt in Berlin. An Bord sind auch zwölf Frauen, ein Kind und ein Baby. Hinzu kommen 17 Crewmitglieder. "Der "Alan Kurdi" steht eine Odyssee unbekannter Dauer bevor", heißt es in der Mitteilung. Auch Malta will das Schiff nicht anlegen lassen.



Italien hatte wie Malta NGOs in den vergangenen Monaten immer wieder das Anlegen ihrer Schiffe mit geretteten Migranten verwehrt. Teilweise wurden sie tagelang im Mittelmeer blockiert, bis eine Verteillösung mit anderen europäischen Staaten für die Geretteten gefunden wurde. Auf einen langfristigen Mechanismus dafür können sich die EU-Staaten seit Jahren nicht einigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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