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Italien: Matteo Salvini ordnet Zählung von Sinti und Roma an

"Ausweisungsplan" soll folgen  

Salvini ordnet Zählung von Sinti und Roma an

16.07.2019, 17:06 Uhr | AFP

Italien: Matteo Salvini ordnet Zählung von Sinti und Roma an. Matteo Salvini: Der italienische Premierminister will Sinti und Roma ausweisen. (Quelle: AP/dpa/Maurizio Brambatti/ANSA)

Matteo Salvini: Der italienische Premierminister will Sinti und Roma ausweisen. (Quelle: Maurizio Brambatti/ANSA/AP/dpa)

Italiens Innenminister will die Zahl der Sinti und Roma erfassen. Ein kleiner Teil  der Minderheit lebt nicht an festen Wohnorten. Salvini strebt die Ausweisung von angeblich "illegal" in Lagern lebenden Menschen an.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat eine Erfassung von Lagern der Minderheit der Roma und Sinti angeordnet, um einen "Ausweisungsplan" vorzubereiten und angeblich "illegale" Lager zu schließen. Wie das Innenministerium in Rom mitteilte, wurden die italienischen Präfekten aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen Berichte über die Roma, Sinti und andere fahrende Leute in ihren Zuständigkeitsbereichen vorzulegen. Salvini ist Vorsitzender der rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Lega-Partei.

Hälfte der Sinti und Roma hat Staatsbürgerschaft

Sinti und Roma sind in zahlreichen europäischen Ländern eine Minderheit. Ein Teil von ihnen lebt seit Jahrhunderten in Lagern und auf Wanderschaft. Die Zahl der Roma und Sinti in Italien wird vom Europarat auf 120.000 bis 180.000 geschätzt. Etwa die Hälfte von ihnen hat demnach die italienische Staatsbürgerschaft, einen regulären Wohnsitz und Arbeitsplatz.

Die Unterstützergruppe Associazione 21 Luglio gab 2017 einen Bericht heraus, in dem die Zahl der Roma und Sinti, die in Italien in Lagern oder Notunterkünften lebten, auf 26.000 veranschlagt wurde.


Bereits im vergangenen Jahr forderte Salvini eine Zählung der Roma und Sinti mit dem Ziel, alle Angehörigen der Minderheit ohne italienische Staatsangehörigkeit des Landes zu verweisen. Seither nahmen die Übergriffe gegen Roma und Sinti zu.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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