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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen deutschen Waffenhändler

Verbindung zu Paris-Attentaten unklar  

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Waffenhändler aus Deutschland

27.11.2015, 13:39 Uhr | t-online.de, dpa

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen deutschen Waffenhändler. Terroranschläge in Frankreich: Schwerverletzte Menschen werden vom Pariser Konzerthaus "Bataclan" zur Behandlung fortgebracht. (Quelle: AP/dpa)

Terroranschläge in Frankreich: Schwerverletzte Menschen werden vom Pariser Konzerthaus "Bataclan" zur Behandlung fortgebracht. (Quelle: AP/dpa)

Bei den Terroranschlägen in Paris könnten Schusswaffen zum Einsatz gekommen sein, die von einem Waffenhändler aus Deutschland stammen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte, dass ein Ermittlungsverfahren gegen den 34-Jährigen laufe - nicht aber den direkten Bezug zu den Attentaten von Paris.

Der Mann aus Magstadt in Böblingen habe laut "Bild" sechs Tage vor den Anschlägen am 13. November vier Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow verkauft. Bei den Waffen handele es sich um zwei AK 47 aus chinesischer Produktion und zwei Sturmgewehre vom Typ Zastava M70 aus jugoslawischer Herstellung. Die Bestellung lief demnach über das Internet. Die Zeitung beruft sich auf Unterlagen der Staatsanwaltschaft Stuttgart. 

Verdächtige Emails

Vier Emails auf seinem Smartphone sollen belegen, dass die Waffen an einen "Araber in Paris" verkauft wurden. Nach Informationen des Blatts gehen französische Ermittler davon aus, dass die Waffen bei den Terroranschlägen in Paris abgefeuert wurden. Diese Meldung hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart allerdings nicht bestätigt.

Bei der Festnahme entdeckten die Beamten dem Bericht zufolge 16 weitere Schusswaffen im Haus des Waffenhändlers. Gegen den Mann wird wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Er soll legale Schreckschusspistolen zu Schusswaffen umgebaut und diese dann im Internet verkauft haben, erklärte eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft in Stuttgart-Stammheim.

Bereits zuvor im Visier der Behörden

Der Beschuldigte war bereits Anfang 2015 ins Visier der Behörden geraten. Damals ermittelten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Zollfahndungsamt Frankfurt gemeinsam gegen illegalen Waffenhandel im Internet. Die Ermittler konnten ihm laut Polizei acht Fälle nachweisen.

Islamistische Terroristen hatten vor zwei Wochen an mehreren Orten in der französischen Hauptstadt 130 Menschen getötet, unter anderem mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow.

Anti-Terror-Gesetze verlängert

Im Kampf gegen den Terror können die deutschen Sicherheitsbehörden auch in Zukunft eine Reihe von Auskünften bei Banken, Fluggesellschaften und Telekommunikationsfirmen einholen: Der Bundesrat erhob am Freitag keine Einwendungen gegen die Verlängerung mehrerer Anti-Terror-Gesetze, die sonst Anfang kommenden Jahres ausgelaufen wären. Sie gelten nun bis zum Januar 2021.

So müssen Fluggesellschaften etwa dem Verfassungsschutz in bestimmten Fällen Name, Anschrift und Flugbuchungen eines Kunden preisgeben. Kreditinstitute und Finanzunternehmen müssen in begründeten Fällen über Konten und die dortigen Geldbewegungen informieren. Die Gesetze waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eingeführt worden.


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