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Cherif C. lieferte sich einst Verfolgungsjagd mit deutscher Polizei

  • Jonas Mueller-T├Âwe
  • Peter Schink
Von Jonas Mueller-T├Âwe, Peter Schink

Aktualisiert am 12.12.2018Lesedauer: 3 Min.
Der Tatverd├Ąchtige von Stra├čburg: Bilder einer ├ťberwachungskamera, die t-online.de exklusiv vorliegen, zeigen den mutma├člichen Terroristen Cherif C.
Der Tatverd├Ąchtige von Stra├čburg: Bilder einer ├ťberwachungskamera, die t-online.de exklusiv vorliegen, zeigen den mutma├člichen Terroristen Cherif C. (Quelle: T-Online-bilder)
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Ein junger Franzose l├Ąuft schie├čend durch die Stra├čburger Innenstadt. Wer ist der Mann? Cherif C. ist den Beh├Ârden bekannt. In Deutschland wurde er bereits per Hubschrauber gesucht ÔÇô vor fast drei Jahren.

Drei Tote und 13 Verletzte: Das ist die bisherige Bilanz des Anschlags auf dem Stra├čburger Weihnachtsmarkt. Der Verd├Ąchtige ist ein 29-j├Ąhriger Franzose mit nordafrikanischen Wurzeln. Aufgewachsen ist Cherif C. laut franz├Âsischen Ermittlern zusammen mit sechs Geschwistern in Stra├čburg. Die Schule schloss er ab, machte aber anschlie├čend keine Ausbildung. Er arbeitete zun├Ąchst in der Gemeinde und meldete sich 2011 arbeitslos. Es kursieren Bilder von ihm in sozialen Medien, deren Echtheit nicht offiziell best├Ątigt ist. t-online.de hingegen liegen Bilder einer ├ťberwachungskamera vor, die Eingang in Ermittlungsakten gefunden haben.

Der Tatverd├Ąchtige von Stra├čburg: Bilder einer ├ťberwachungskamera, die t-online.de exklusiv vorliegen, zeigen den mutma├člichen Terroristen Cherif C.
Der Tatverd├Ąchtige von Stra├čburg: Bilder einer ├ťberwachungskamera, die t-online.de exklusiv vorliegen, zeigen den mutma├člichen Terroristen Cherif C. (Quelle: T-Online-bilder)

Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland und der Schweiz war er den Beh├Ârden bereits bekannt. Schon 2008 und 2011 wurde er in Frankreich zu Gef├Ąngnisstrafen verurteilt, wo er Einbr├╝che beging. Angeblich hatte er auch einen Jugendlichen mit einer Glasflasche angegriffen. 2013 verurteilte ihn ein Gericht im schweizerischen Basel erneut wegen mehrerer Einbr├╝che zu einer Haftstrafe.

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Von Deutschland nach Frankreich abgeschoben

2016 tauchte Cherif C. dann in Deutschland auf ÔÇô und beging wiederum Einbr├╝che, wie aus einer damaligen Pressemitteilung der Bundespolizei und einem Gerichtsurteil hervorgeht, die t-online.de vorliegen. Demnach brach er im Januar 2016 in eine Apotheke im baden-w├╝rttembergischen Engen ein. Dort entstanden die Bilder der ├ťberwachungskamera, anhand derer er im Ermittlungsverfahren identifiziert wurde. Als ihn Bundespolizisten in einem Zug ins benachbarte Singen stellten, ergriff er die Flucht und lieferte sich eine Verfolgungsjagd entlang der Gleise mit den Beamten. Die Polizei war damals mit einem Hubschrauber und bis zu 15 Streifen im Einsatz. Schlie├člich nahmen ihn die Sicherheitskr├Ąfte in einem Waldst├╝ck fest.

Nach Anschlag auf Stra├čburger Weihnachtsmarkt: Franz├Âsische Polizisten bewachen die deutsch-franz├Âsische Grenze.
Nach Anschlag auf Stra├čburger Weihnachtsmarkt: Franz├Âsische Polizisten bewachen die deutsch-franz├Âsische Grenze. (Quelle: Vincent Kessler/Reuters-bilder)

Das Amtsgericht Singen verurteilte ihn Mitte 2016 aufgrund des Einbruchs in Engen und eines weiteren Einbruchs in eine Mainzer Zahnarztpraxis zu zwei Jahren und drei Monaten Haft. Cherif C. verb├╝├čte die Haft laut Angaben des Landesinnenministeriums bis Fr├╝hjahr 2017 in der Justizvollzugsanstalt Freiburg. Dann wurde er nach Frankreich abgeschoben und mit einer zehnj├Ąhrigen Wiedereinreisesperre belegt.

├ťber m├Âgliche Verbindungen zu Terrorgruppen war zun├Ąchst nichts bekannt. Der franz├Âsische Fernsehsender BFMTV will aber ├╝ber Informationen verf├╝gen, nach denen Cherif C. in der Islamistenszene Stra├čburgs unterwegs gewesen sei. Der franz├Âsische Staatsanwalt R├ęmi Heitz sagte, Cherif C. habe sich im Gef├Ąngnis radikalisiert. Augenzeugen berichten, er habe w├Ąhrend seiner Tat "Allahu Akbar" ("Allah ist gro├č") gerufen. In Deutschland war C. Beh├Ârden laut Landesinnenministerium Baden-W├╝rttemberg bislang nicht als islamistischer Gef├Ąhrder bekannt.

Geheimdienst stufte T├Ąter als Risiko ein

Die Stra├čburger Polizei erkl├Ąrte, der T├Ąter sei vom Inlandsgeheimdienst als Sicherheitsrisiko eingestuft worden. Demnach gibt es ├╝ber ihn eine eigene Akte, ein sogenanntes "Fiche S". In dieser Kategorie werden in Frankreich etwa 26.000 Personen gelistet, rund 10.000 von ihnen gelten als gewaltbereit. Am Vormittag vor dem Anschlag hatten die Beh├Ârden versucht, ihn zu verhaften. Er wurde in seiner Wohnung allerdings nicht angetroffen. Bei der Durchsuchung wurden anschlie├čend mehrere Handgranaten gefunden.


Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte der franz├Âsische Staatsanwalt, auch der Bruder des Tatverd├Ąchtigen, Sami C., werde gesucht. Es gebe Hinweise, dass der Attent├Ąter Teil einer kriminellen Vereinigung sei. Beide Br├╝der seien vermutlich gemeinsam auf der Flucht. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, beide Verd├Ąchtigen wohnten in Stra├čburg. Die Br├╝der w├╝rden dem Stra├čburger Islamistenmilieu zugerechnet, sagte ein hochrangiger Sicherheitsexperte der Zeitung.

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