Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Boris Johnson >

EU – Michael Roth kritisiert im Brexit-Streit die britische Regierung scharf

Europa-Staatsminister mahnt  

"Liebe Freunde in London, lasst die Spielereien sein"

22.09.2020, 18:04 Uhr | dpa

EU – Michael Roth kritisiert im Brexit-Streit die britische Regierung scharf . Michael Roth: Er zeigte sich enttäuscht gegenüber den bisherigen Verhandlungen. (Quelle: AP/dpa/Aris Oikonomou)

Michael Roth: Er zeigte sich enttäuscht gegenüber den bisherigen Verhandlungen. (Quelle: Aris Oikonomou/AP/dpa)

Michael Roth führt für Deutschland gerade die EU-Ratspräsidentschaft an. Im Brexit-Streit kritisiert er die britische Regierung scharf – und warnt vor den Folgen des Binnenmarktgesetzes.

Die EU-Ratspräsidentschaft hat Großbritannien zu einem Kurswechsel in den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur Europäischen Union aufgefordert. "Liebe Freunde in London, lasst die Spielereien sein", sagte Europa-Staatsminister Michael Roth am Dienstag als Vertreter der aktuellen deutschen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel. Die EU sei bereit, einen fairen Deal abzuschließen, die Zeit dafür laufe aber ab. Über die bisherigen Verhandlungsergebnisse sei man wirklich enttäuscht.

Scharfe Kritik übte Roth zudem an den Plänen der britischen Regierung für ein sogenanntes Binnenmarktgesetz, das den 2019 mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag zum Teil aushebeln würde. Eine Verletzung der Leitprinzipien des Austrittsabkommens sei absolut inakzeptabel, betonte Roth.

Schwerwiegende Konsequenzen für Unternehmen drohen 

Großbritannien hat die EU Ende Januar verlassen, ist aber noch bis Jahresende Mitglied des europäischen Binnenmarkts und der Zollunion.

Sollte es bis dahin keine Einigung über die zukünftigen Handelsbeziehungen geben, könnte dies schwerwiegende Konsequenzen für Unternehmen und zum Beispiel das EU-Fischereigewerbe haben. Die EU-Seite hält einen Abschluss der Verhandlungen bis Ende Oktober für nötig, damit ein etwaiger Vertrag noch ratifiziert werden kann.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal