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Corona-Lage in der Schweiz: Kaum noch freie Intensivbetten – dramatischer Appell

Kurz vor Überlastung  

Coronavirus: Kaum noch freie Intensivbetten in der Schweiz

18.11.2020, 12:48 Uhr
Corona-Lage in der Schweiz: Kaum noch freie Intensivbetten – dramatischer Appell. Intensivbett in der Schweiz: Die regulären Plätze sind mittlerweile vollständig ausgelastet.  (Quelle: Getty Images/Fabrice Coffrini/AFP)

Intensivbett in der Schweiz: Die regulären Plätze sind mittlerweile vollständig ausgelastet. (Quelle: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)

Schweizer Intensivmediziner warnen vor Qualitätseinbußen auf den Stationen, sollte die Pandemie nicht eingedämmt werden. Und sie richten einen dramatischen Appell an Risikopatienten.

In der Schweiz stehen kaum noch freie Intensivbetten zur Verfügung. Die 876 zertifizierten und anerkannten Intensivbetten seien "aktuell praktisch vollständig belegt", teilte die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) mit. Laut Schweizer Bundesrat wurden schweizweit zusätzliche 240 Betten geschaffen, die jedoch nicht zertifiziert sind. Es sei aber dringend notwendig, "die Covid-19-Pandemie jetzt einzudämmen", um die Qualität der intensivmedizinischen Behandlung aufrechterhalten zu können. 

In diesen Akutbetten sind fast 19 Prozent der Patienten an Covid-19 erkrankt, in den regulären sind es laut Bundesrat mehr als 60 Prozent. "Wir können nicht ewig darauf setzen, dass die Spitäler ständig die Akutbetten aufstocken", sagte die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Schweizer Zeitung Tagesanzeiger zufolge. 

Patienten werden bereits aus schwer betroffenen Regionen in weniger betroffene verlegt. Nicht dringende Operationen werden vielerorts abgesagt, um mehr Kapazitäten für Corona-Patienten zu haben. Die SGI ruft die Schweizer auf, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und unnötige Risiken zu vermeiden, um das Gesundheitswesen zu entlasten. Die SGI richtet zudem einen Appell an die Risikopatienten: Jeder solle sich im Rahmen einer Patientenverfügung darüber Gedanken machen, "ob sie im Falle einer schweren Erkrankung lebensverlängernde Massnahmen erhalten möchten oder nicht." 

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen ist in der Schweiz vor allem im Oktober massiv angestiegen und überschritt sogar die Grenze von mehr als 10.000 gemeldeten Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Schweiz hat rund 8,5 Millionen Einwohner. Mittlerweile werden zwar nur noch weniger als 5.000 Fälle pro Tag gemeldet, allerdings steigt die Zahl der Intensivpatienten und Todesopfer. Am Dienstag allein starben 66 Menschen. 

Verwendete Quellen:

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