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Kreml-Kritiker Nawalny im Straflager angekommen

In der Nähe von Moskau  

Kreml-Kritiker Nawalny in Straflager überführt

28.02.2021, 14:43 Uhr | rtr

Kreml-Kritiker Nawalny im Straflager angekommen. Alexej Nawalny vor einem russischen Gericht: Der Oppositionelle wurde in ein Straflager gebracht. (Quelle: Getty Images/Sefa Karacan/Anadolu Agency)

Alexej Nawalny vor einem russischen Gericht: Der Oppositionelle wurde in ein Straflager gebracht. (Quelle: Sefa Karacan/Anadolu Agency/Getty Images)

Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny ist aus einem Moskauer Gefängnis in ein Straflager gebracht worden. Seine Familie und Anwälte wurden nicht offiziell informiert. 

Der inhaftierte Kritiker der russischen Führung Alexej Nawalny ist in ein Straflager in der Nähe von Moskau gebracht worden. Er werde in dem rund hundert Kilometer östlich der Hauptstadt gelegenen Lager in der Region Wladimir seine Haftstrafe verbüßen, berichtete die Nachrichtenagentur RIA am Sonntag unter Berufung auf eine Kommission, die die Rechte russischer Gefangener vertritt. Medienberichten zufolge verbüßen in der Kleinstadt Pokrow rund 800 Menschen ihre Strafe, die Bedingungen seien weniger hart als in anderen Lagern.

 

 
"Er wird zunächst in Quarantäne bleiben und dann in seine Strafkolonie verlegt werden", teilte Alexej Melnikow von der zuständigen Kommission für die Rechte Inhaftierter am Sonntag der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. Die Kommission arbeitet eng mit der Gefängnisverwaltung zusammen und hat Zugang zu Insassen. Nawalny wurde wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Familie lange nicht über Aufenthaltsort informiert

Nawalnys Mitstreiter Leonid Wolkow hatte zuvor in den sozialen Medien geschrieben, die Familie und Anwälte des Inhaftierten seien seit Donnerstag nicht offiziell über seinen Aufenthaltsort informiert worden. An diesem Tag hätten sie von seiner Verlegung aus einem Moskauer Gefängnis erfahren.

Nawalny hatte 2020 einen Giftanschlag in Russland überlebt und war in Deutschland ärztlich behandelt worden. Bei seiner Rückkehr in seine Heimat im Januar wurde er festgenommen, weil er während seiner Abwesenheit gegen Bewährungsauflagen aus einer früheren Verurteilung wegen Untreue verstoßen haben soll.

Ein Gericht wandelte die frühere Bewährungsstrafe in eine Haftstrafe um. Die Verurteilung wurde international scharf kritisiert und wird auch vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als ungerechtfertigt angesehen. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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