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Corona-Pandemie: RKI warnt vor Anstieg der Intensivpatienten und mehr Todesfällen


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RKI warnt vor mehr Corona-Intensivpatienten

Von dpa
Aktualisiert am 29.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Intensivstation eines Krankenhauses (Symbolfoto): Angestellte Bremer Kliniken arbeiten am Limit.
Intensivstation eines Krankenhauses (Symbolfoto): Das RKI rechnet mit mehr Patienten und Todesfällen wegen Corona. (Quelle: IMAGO/Christoph Reichwein)
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Das RKI geht von einem baldigen Anstieg bei Todesfällen und Krankenhauseinlieferungen aus. Vor allem Ältere sind durch den hohen Infektionsdruck gefährdet.

In der Corona-Sommerwelle erwartet das Robert Koch-Institut (RKI) auch in den kommenden Wochen weitere Herausforderungen. Es sei noch mit Fällen und vor allem in den höheren Altersgruppen mit Krankenhauseinweisungen, einer Zunahme von intensivmedizinischen Behandlungen und mit Todesfällen zu rechnen, geht aus dem RKI-Wochenbericht zu Covid-19 von Donnerstagabend hervor. In allen Altersgruppen bleibe der Infektionsdruck hoch. Das belaste auch das Gesundheitssystem.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche nur leicht gesunken. Das Gesamtbild ergebe sich aus bereits fallenden Inzidenzen in den meisten westdeutschen Bundesländern und Berlin – bei noch leicht steigenden Inzidenzen in den anderen ostdeutschen Bundesländern und Bayern. "Weiterhin ist eher eine Seitwärtsbewegung als ein sinkender Trend zu beobachten", heißt es. Bei den besonders gefährdeten Menschen ab 80 Jahren sei die Inzidenz weiter angestiegen. Ausbrüche in Pflegeheimen hätten zugenommen.

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Plateau bei Zahl der Todesfälle

Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen unvollständig widerspiegelt, blickt das RKI in dem Bericht noch auf einige weitere Datenquellen. Insgesamt schätzt es für vergangene Woche, dass 800.000 bis 1,5 Millionen Menschen Corona mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion hatten. Bei den Todesfällen in Verbindung mit dem Virus spricht das RKI von einem Plateau von wöchentlich knapp über 400. Die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Menschen, die eine schwere akute Atemwegsinfektion haben und eine Covid-19-Diagnose, habe sich nach einem mehrwöchigen Anstieg im Juni nun auf erhöhtem Niveau stabilisiert, schreibt das RKI. Genannt wird für die Vorwoche eine Zahl von 3.900 Aufnahmen, bei denen beide Kriterien zusammenkamen.

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Wie weiter aus den Analysen hervorgeht, hat sich hierzulande die Omikron-Sublinie BA.5 weitestgehend durchgesetzt: Nach den aktuellsten verfügbaren Daten ist die Linie in knapp neun von zehn positiven Proben gefunden worden. Eine Ausbreitung der Omikron-Sublinie BA.2.75, über deren Mutationen sich manche Forscher zuletzt besorgt gezeigt hatten, wird laut RKI hauptsächlich in Indien und verschiedenen anderen Regionen weltweit beobachtet. Hierzulande seien insgesamt vier Nachweise bekannt. Die Autoren halten auch fest, dass ein Wachstumsvorteil von BA.2.75 in einem von BA.4 und BA.5 dominierten Geschehen - wie in Deutschland - aktuell unbekannt sei.

Das RKI ruft weiter dazu auf, die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen "unbedingt" einzuhalten. Die Werte zu akuten Atemwegserkrankungen in der Gesamtbevölkerung wie die Zahl der Arztbesuche seien weiterhin höher als in den Vorjahren um diese Zeit.

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 84.798 auf über 30,78 Millionen. Das sind 23.021 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 107.819 Ansteckungen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 607 von 630,4 am Vortag. Das RKI meldet 153 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 143.855

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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