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UN-Bericht: Reflexion von Sonnenstrahlen könnte Klimafolgen mildern


Geoengineering gegen Erderwärmung
UN-Bericht: Geoengineering könnte Klimafolgen mildern

Von t-online, mm

28.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Sonnenaufgang in Brandenburg: UN-Experten sehen mehr Forschung zum sogenannten Solar Geoengineering.Vergrößern des BildesSonnenaufgang in Brandenburg: UN-Experten fordern mehr Forschung zum sogenannten Solar Geoengineering. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
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Mit der Reflexion von Sonnenstrahlen ließe sich die Erde laut den Vereinten Nationen innerhalb weniger Jahre abkühlen. Doch die Umweltschäden wären groß.

Um die Folgen einer sich zuspitzenden Klimakrise abzumildern, könnten laut den Vereinten Nationen in Zukunft möglicherweise Sonnenstrahlen in der Stratosphäre reflektiert werden. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hervor, aus dem der US-Nachrichtensender CNBC zitiert. Nach Ansicht der Experten sollten entsprechende Technologien jedoch zunächst deutlich genauer auf ihre Umweltfolgen erforscht werden, bevor ein Einsatz in Frage kommen könnte.

Das sogenannte Solar Geoengineering sei "der einzige bekannte Ansatz, mit dem die Erde innerhalb weniger Jahre abgekühlt werden könnte", schreiben die für den Bericht beauftragten Experten. Unter dem Begriff werden verschiedene Maßnahmen diskutiert, mit denen die Intensität der Sonneneinstrahlung künstlich verringert werden könnte, um die Erderwärmung zu bremsen. So könnten große Mengen reflektierender Teilchen in der Stratosphäre verteilt werden, um das Sonnenlicht von der Erde wegzulenken.

Allerdings seien solche Eingriffe mit gravierenden Umweltschäden verbunden. Der Einsatz von Schwefel würde demnach unter anderem zu saurem Regen führen. Die Experten warnen zudem vor einem Abbau der Ozonschicht. "Die Erholung des antarktischen Ozonlochs könnte sich um einige Jahrzehnte verzögern", heißt es in dem Bericht.

Entwicklung in weniger als zehn Jahren

Weil die globalen Maßnahmen zur Einsparung von CO2-Emissionen weiterhin unzureichend seien, erfahre Solar Geoengineering dem UN-Bericht zufolge dennoch immer mehr Aufmerksamkeit. Demnach könnte sich auch die Risikobewertung eines Tages ändern. "Wenn die Erderwärmung zu einem Zeitpunkt Ergebnisse produziert, die weithin als untragbar angesehen werden, wie weit verbreitete Hungersnöte, Massenmigration, Massensterben und Zerstörung der Infrastruktur, könnte ein operativer SRM-Einsatz als Teil einer 'geplanten' Notfallmaßnahme innerhalb weniger Jahre einen Teil dieses Leids lindern", schreiben die Wissenschaftler.

Eine entsprechende Technologie könne in weniger als zehn Jahren entwickelt werden. "Es wurden keine auffälligen technischen Hürden identifiziert", heißt es in dem Bericht weiter. Zudem sei der Einsatz von Aerosolen zur Abkühlung der Erde gemessen an der Wirkung vergleichsweise kostengünstig. Gleichwohl sei Solar Geoengineering kein Ersatz für größere Anstrengungen bei der Verringerung von CO2-Emissionen.

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