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Argentinisches U-Boot: Kettenreaktion führte offenbar zur Katastrophe


Kettenreaktion führte offenbar zur Katastrophe

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 28.11.2017Lesedauer: 1 Min.
An Bord von "ARA San Juan" befanden sich 44 Besatzungsmitglieder.Vergrößern des BildesAn Bord von "ARA San Juan" befanden sich 44 Besatzungsmitglieder. (Quelle: Juan Sebastian Lobos/Argentinische Marine/ap-bilder)
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Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden der "ARA San Juan" erhärten sich Hinweise auf ein Unglück. Eindringendes Wasser hatte offenbar eine verhängnisvolle Kettenreaktion in dem U-Boot zur Folge.

In der letzten Funkverbindung des vor knapp zwei Wochen verschollenen argentinischen U-Boots hat der Kapitän einen Kurzschluss und einen Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet. Das geht aus einem internen Bericht der argentinischen Kriegsmarine hervor, der am Montagabend (Ortszeit) vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht wurde. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder.

Paar Stunden nach letzter Verbindung gab es eine Explosion

"Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte Kurzschluss und Schwelbrand", heißt es in der veröffentlichten Transkription der Funkverbindung der "ARA San Juan" vom 15. November. Die Bug-Batterien seien außer Betrieb, das U-Boot navigiere mit den Heck-Batterien weiter. Zweieinhalb Stunden nach dieser Verbindung verzeichneten internationale Meeressonden eine Explosion auf der mutmaßlichen Position des U-Boots.

Der Marinesprecher Kapitän Enrique Balbi erklärte am Montag, zu dem Kurzschluss an Bord sei es gekommen, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt sei. Zum Zeitpunkt des Vorfalls gab es hohen Wellengang von über sechs Metern auf der Route des U-Boots im Südatlantik. Die Marine hatte wiederholt gesagt, dass die Batteriepanne nach Angaben des U-Boot-Kapitäns behoben worden sei.

Eine internationale Suchmission durchkämmt die Region des Südatlantiks vor der argentinischen Küste, in der das in Deutschland gebaute U-Boot vermutlich auf Grund gegangen ist. Unter anderem nehmen ein ferngesteuertes Mini-U-Boot der US-Navy und ein russisches Rettungs-U-Boot an der Suche teil.

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