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Katholiken zunehmend verärgert über ausbleibende Reformen

Sexueller Missbrauch in der Kirche  

Katholiken zunehmend verärgert über ausbleibende Reformen

10.05.2019, 11:10 Uhr | dpa

Katholiken zunehmend verärgert über ausbleibende Reformen. Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg (Archivbild): Das Komitee fordert Konsequenzen aus den zahlreichen Fällen von sexuellem Missbrauch. (Quelle: imago images/Meike Boechemeyer)

Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg (Archivbild): Das Komitee fordert Konsequenzen aus den zahlreichen Fällen von sexuellem Missbrauch. (Quelle: Meike Boechemeyer/imago images)

Bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken sind Forderungen für weitreichende Veränderungen laut geworden. So sollen Frauen zur Priesterweihe zugelassen werden.

Die Katholiken in Deutschland machen Druck auf ihre Kirchenleitungen und fordern Konsequenzen aus den zahlreichen Fällen von sexuellem Missbrauch. "Es geht darum, unsere Kirche so zu verändern, dass sie keinen Nährboden für den Missbrauch bietet", sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg in Mainz. Mehr als 200 Teilnehmer der Frühjahrsvollversammlung des ZdK unterstützten die Forderung mit Applaus.

Das ZdK ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte, katholischen Verbänden und Organisationen katholischer Laien.

"Noch nie habe ich eine Situation erlebt, in der die Empörung so weit in den Kern unserer Gemeinden reichte", sagte Sternberg. Die Veröffentlichung einer Studie zu sexuellem Missbrauch in der deutschen katholischen Kirche sei im Herbst vergangenen Jahres der Tropfen gewesen, "der eine aufgestaute Verärgerung über ausbleibende Reformen der Kirche zum Überlaufen brachte".

Sternberg: Bischöfe müssen vom Reden zum Handeln kommen

In der von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen und im September 2018 veröffentlichten Studie waren etliche Missbrauchsfälle in den vergangenen Jahrzehnten dokumentiert worden.

Mit Blick auf die jüngsten Beratungen der deutschen Bischöfe und die Frage der kirchlichen Verwaltungsjustiz sagte Sternberg, es sei höchste Zeit, "dass die Bischöfe endlich vom Reden ins Handeln kommen". Ein Thema der zweitägigen Vollversammlung ist der Vorschlag der Bischofskonferenz für einen gemeinsamen synodalen Weg mit dem ZdK.

 


Dabei soll es um den Umgang mit Macht in der Kirche, um die Ehelosigkeit von Priestern (Zölibat), die Weiterentwicklung der Sexualmoral sowie die Öffnung kirchlicher Ämter für Frauen gehen. Das ZdK tritt dafür ein, Frauen zur Priesterweihe zuzulassen und ihnen auch Leitungsämter zu öffnen. "Das Gesicht unserer Gemeinden ist längst weiblich", sagte Sternberg. "Ohne die Frauen läuft nichts."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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