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Leopoldina: Auf ihre Empfehlungen blickt auch Angela Merkel

Einflussreiche Wissenschaftsakademie  

Leopoldina: Auf ihre Empfehlungen blickt auch Angela Merkel

Von Josephin Hartwig

14.04.2020, 11:57 Uhr
Wissenschaftler wollen Wiedereröffnung der Schulen

Kommenden Mittwoch soll unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel entschieden werden, ob die Kontakteinschränkungen zu lockern sind. Merkel hat erklärt, ein wichtiger Anhaltspunkt werde ein Gutachten der Forschergemeinschaft Leopoldina sein. (Quelle: Reuters)

Vorgehen in Corona-Krise: So sieht der Fahrplan der Leopoldina-Wissenschaftler aus. (Quelle: Reuters)


Die Corona-Pandemie sorgt für drastische Einschränkungen des Lebens in Deutschland. Die Wissenschaftsvereinigung Leopoldina macht der Bundesregierung Vorschläge für eine Rückkehr zum normalen Leben. Wer steckt dahinter?

Drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie schränken das öffentliche Leben in Deutschland seit Wochen ein. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt. Die Zahl der Infizierten steigt langsamer und die Ausbreitung des Virus verlangsamt sich weiter. Forderungen nach einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität in Deutschland mehren sich. Doch wann ist die Zeit dafür gekommen? Und wie könnte ein solcher Prozess aussehen?   

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina hat entsprechende Vorschläge "zur allmählichen Rückkehr in die Normalität" gemacht. Details dazu finden Sie hier. Leopoldina-Präsident Gerald Haug verwies allerdings darauf, dass die Stellungnahme der insgesamt 26 Wissenschaftler nur eine Empfehlung sei. "Der Fahrplan muss ganz klar von der Politik kommen", sagte der Klimaforscher den ARD-"Tagesthemen".

Von der Bundesregierung fordert der Wissenschaftlerverbund unter anderem, den Corona-Infektionsstatus der Bevölkerung durch mehr Tests genauer zu erfassen, für ausreichend Atemschutzmasken zu sorgen und die Entwicklung einer Tracking-App noch stärker voranzutreiben.

Am Mittwoch wollen Bundesregierung und Bundesländer über mögliche Erleichterungen der Corona-Maßnahmen beraten. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist die Leopoldina ein wichtiges Beratergremium bei der Einschätzung der Corona-Pandemie. Merkel kündigte bereits an, die Leopoldina-Empfehlungen, an denen unter anderem Biologen, Biochemiker, Virologen und Infektologen beteiligt waren, würden dabei eine "sehr wichtige" Rolle spielen.

Was ist die Leopoldina?

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist laut Internetseite 1652 gegründet worden. Rund 1.600 Wissenschaftler aus etwa 30 Ländern und verschiedenen Wissenschaftsbereichen gehören der Akademie an. Sie beraten, verfassen Arbeitspapiere, Stellungnahmen und Empfehlungen. 

2008 ist die Einrichtung zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt worden. In dieser Funktion hat sie zwei besondere Aufgaben: die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland sowie die Beratung von Politik und Öffentlichkeit. Dabei bleibt sie unabhängig von Wirtschaft und Politik.

"Zum Wohle von Mensch und Natur"

Zu den Leitgedanken der Leopoldina gehören: Einsatz für Freiheit und Wertschätzung der Wissenschaft, Beitrag zu einer wissenschaftlich aufgeklärten Gesellschaft, verantwortungsvolle Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Wohle von Mensch und Natur, Achtung der Menschenrechte.

Die Leopoldina ordnet wissenschaftliche Themen ein und zeigt auch Missstände. So hat sich die Institution schon zuvor über Klimaziele und die CO2-Emissionen, Artenvielfalt, künstliche Intelligenz und etwa zu Datenschutz im Zeitalter der Digitalisierung geäußert.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Internetseite: Leopoldina
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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