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129 Mitarbeiter mit Corona infiziert in Coesfeld/NRW – Fleischfabrik bleibt offen

Firma muss schließen  

Corona: Über 100 Mitarbeiter in Fleischbetrieb positiv getestet

08.05.2020, 15:17 Uhr | dpa, t-online, joh

129 Mitarbeiter mit Corona infiziert in Coesfeld/NRW – Fleischfabrik bleibt offen.  Unternehmen in Coesfeld: In der Firma Westfleisch sind 87 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.  (Quelle: imago images/Rust)

Unternehmen in Coesfeld: In der Firma Westfleisch sind 87 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Quelle: Rust/imago images)

In einem Fleischbetrieb in Nordrhein-Westfalen häufen sich die Corona-Infizierten. Die Zahl ist bereits auf über 100 angestiegen. Das Unternehmen wollte dennoch weiter produzieren. Es ist nicht der einzige Fall.

Beim Fleisch-Unternehmen "Westfleisch" in Coesfeld bei Münster sind 129 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Wie der "WDR" am Donnerstag berichtete, hatte die Kreisverwaltung die umfangreiche Testung von Mitarbeitern verfügt. Zuerst war Medienberichten zufolge von der Kreisverwaltung empfohlen worden, die Fabrik zu schließen. Jedoch war der Mitarbeiterausfall doch weniger gravierend, als zuvor vermutet. Die Produktion könne in reduziertem Umfang weiter stattfinden, hatte Westfleisch gegenüber dem "WDR" erklärt. In dem Werk würden insgesamt etwa 1.200 Mitarbeiter arbeiten. 

Der Coesfelder Landrat Christian Schulze Pellengahr habe dem Sender gesagt: "Durch die konsequente Ausweitung der Testungen, die wir unmittelbar veranlasst haben, wird es in der Konsequenz – so die Einschätzung des Unternehmens – zu einer Schließung kommen." Am Freitagnachmittag verkündete dann Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), dass der Betrieb nun doch geschlossen wird.

Ende April seien die Infiziertenzahlen rund um Coesfeld gestiegen. Daraufhin hatte die Kreis-Verwaltung vermehrt getestet. Zuvor war Hausärzten bereits aufgefallen, dass einige Mitarbeiter von Westfleisch postiv getestet waren. Der Kreis hat in ganz Nordrhein-Westfalen derzeit die höchste Neuinfektionsrate.

Schlachthof in Schleswig-Holstein betroffen

Auch andere Fälle in großen Unternehmen werden inzwischen bekannt. Insgesamt 109 Beschäftigte eines Schlachthofes in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) sind positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Damit habe sich die Zahl der infizierten Schlachthofmitarbeiter auf 109 erhöht, teilte der Kreis Segeberg am Donnerstag mit.

Aufgrund dieses dynamischen Infektionsgeschehens, das sich nur noch schwer nachvollziehen und rückverfolgen lasse, habe der Infektionsschutz des Kreises Segeberg jetzt alle Mitarbeiter des Schlachthofs, die im Kreis Segeberg leben, unabhängig vom Testergebnis unter Quarantäne gestellt, sagte Landrat Jan Peter Schröder. Insgesamt hatte der Kreis Segeberg 179 Menschen getestet, ein Teil der Testergebnisse steht noch aus. Nicht alle Personen wohnen im Kreis Segeberg.

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