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RKI meldet fast 1.000 Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland


RKI meldet fast 1.000 Neuinfektionen in Deutschland

Von t-online, dpa
11.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Ein gef├╝llter Strand auf Usedom: Im Sommer gehen die Corona-Zahlen wieder hoch.
Ein gef├╝llter Strand auf Usedom: Im Sommer gehen die Corona-Zahlen wieder hoch. (Quelle: Leo/imago-images-bilder)
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In der vergangenen Woche war die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einigen Tagen so hoch wie seit Mai nicht mehr. Auch nach dem Wochenende sind einige Erkrankte dazugekommen.

Die Gesundheits├Ąmter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit n├Ąhert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen.

Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag ├╝ber der Schwelle von 1000 gelegen ÔÇô erstmals seit Anfang Mai wieder. Am Sonntag- und Montagmorgen liegen die Meldezahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheits├Ąmter Daten an das RKI ├╝bermitteln.

Spahn zeigte sich beruhigt

Der H├Âhepunkt bei den t├Ąglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch ├╝ber 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen k├Ânnte, der die Gesundheits├Ąmter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte nach dem Anstieg der Corona-Neuinfektionen aber klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle ├╝berschritten sieht: "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Gr├Â├čenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der ├Âffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", hatte der CDU-Politiker gesagt. "Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann k├Ânnen wir damit umgehen."

Kein einzelner Hotspot

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb T├Ânnies in Nordrhein-Westfalen einen gro├čen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht haupts├Ąchlich auf einzelne Brennpunkte zur├╝ckzuf├╝hren. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch ├╝ber alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten f├╝rchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Ma├čnahmen eind├Ąmmen l├Ąsst. Als Ursache f├╝r den Anstieg hatte RKI-Pr├Ąsident Lothar Wieler Nachl├Ąssigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln genannt.

RKI-Chef Lothar Wieler mahnt zum Einhalten der Corona-Regeln.
RKI-Chef Lothar Wieler mahnt zum Einhalten der Corona-Regeln. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 217.293 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete (Datenstand 11. August, 0 Uhr). Seit dem Vortag wurden vier neue Todesf├Ąlle gemeldet. Die Zahl der Todesf├Ąlle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9201. Bis Sonntagmorgen hatten 198.100 Menschen die Infektion nach RKI-Sch├Ątzungen ├╝berstanden.

Sieben-Tage-R bei 1,05

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Sch├Ątzungen mit Datenstand 10. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen l├Ąngeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Sch├Ątzungen lag dieser Wert mit Datenstand 10. August, 0 Uhr, bei 1,05 (Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die R-Werte liegen nach RKI-Angaben seit Mitte Juli 2020 wieder bei 1 beziehungsweise leicht dar├╝ber. "Dies h├Ąngt mit einer gr├Â├čeren Anzahl kleiner Ausbr├╝che, aber auch mit den bundesweiten Fallzahlen zusammen, die seit den Lockerungen der Ma├čnahmen sowie durch zunehmende F├Ąlle unter Einreisenden in den letzten Wochen stetig gestiegen sind", hie├č es.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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