t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomePanoramaUnglücke

Island: Vulkan nahe der isländischen Hauptstadt ausgebrochen


Vulkan nahe der isländischen Hauptstadt ausgebrochen

Von dpa, lw

Aktualisiert am 11.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Rauch nordwestlich des Berges Litli-Hrútur: Experten hatten den Ausbruch prognostiziert.Vergrößern des BildesRauch nordwestlich des Berges Litli-Hrútur: Experten hatten den Ausbruch prognostiziert. (Quelle: Facebook Veðurstofa Íslands)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilenAuf WhatsApp teilen

Auf Island brodelt es unter der Erde. Wie Experten bereits vermutet hatten, bricht der Vulkan Fagradalsfjall aus. Es ist noch nicht absehbar, wie groß das Ausmaß ist.

Island erlebt zum dritten Mal innerhalb von nur zweieinhalb Jahren einen Vulkanausbruch. Eine Eruption habe unmittelbar nordwestlich des Berges Litli-Hrútur begonnen, teilte die isländische Wetterbehörde Vedurstofa am Montag auf ihrer Webseite mit. Auf Live-Aufnahmen aus dem Gebiet auf der dünn besiedelten Reykjanes-Halbinsel waren am frühen Abend tiefe Rauchschwaden und Lavaströme zu sehen.

Empfohlener externer Inhalt
X
X

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Das Vulkangebiet befindet sich etwa 40 Kilometer südwestlich von Reykjavík, der isländischen Hauptstadt. In der Region war es zuletzt im August 2022 und davor im März 2021 zu monatelangen vulkanischen Ausbrüchen des Fagradalsfjalls gekommen, nachdem diese sich durch zahlreiche Erdbeben angekündigt hatten. Auch diesmal hatte es in den vergangenen Tagen Tausende Beben in der Region gegeben, weshalb Experten mit einem neuen Ausbruch gerechnet hatten. Island ist die größte und aktivste Vulkanregion Europas.

200 Meter langer Riss

Dem Wetterdienst Vedurstofa zufolge setzten die Eruptionen am Montag gegen 16.20 Uhr (Ortszeit) ein. Rund 20 Minuten später habe der Ausbruch begonnen. Es gebe derzeit drei Risse in der Erde, einer davon sei 200 bis 300 Meter lang. Der Rauch ziehe Richtung Nordwesten. Die Behörde verknüpfte die Meldung mit einer Warnung an diejenigen, die sich unmittelbar zu dem Naturspektakel aufmachen wollten: Die Wanderung zum Eruptionsort sei lang und die Landschaft herausfordernd – man empfehle daher, abzuwarten und Anweisungen des Zivilschutzes zu befolgen.

Straßen wurden gesperrt, berichtete der Rundfunksender RÚV. "Das ist erst der Anfang", sagte die Naturkatastrophenexpertin Kristín Elísa Guðmundsdóttir der Wetterbehörde. Wissenschaftler seien in der Gegend, um Messungen anzustellen. Magnús Tumi Guðmundsson, Professor für Geophysik, sagte dem RÚV, bislang sei der Ausbruch klein. Man müsse aber abwarten, was passiert.

Verstärkte vulkanische Aktivität

Dass der Fagradalsfjall 2021 und 2022 bereits ausgebrochen ist, könnte auf eine verstärkte vulkanische Aktivität in den kommenden Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten in der Region hindeuten. Bis März 2021 hatte die davor letzte vulkanische Aktivität auf Reykjanes acht Jahrhunderte zurückgelegen.

Wie lange der Lavafluss nun anhält, ist unklar. Die Eruption 2021 hatte knapp ein halbes Jahr lang immer wieder Lavafontänen in die Höhe schnellen lassen, 2022 war der Ausbruch kürzer gewesen. Das Naturschauspiel hatte jeweils viele Vulkanologen, aber auch Wanderer und Touristen angezogen. Generell hatten die Ausbrüche zu keiner großen Unruhe in der isländischen Bevölkerung geführt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • ruv.is: "Eldgos er hafið og sprungan 200 metra löng" (isländisch)
  • facebook.com: Profil von Veðurstofa Íslands
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website