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Unterlassene Hilfe: Eltern nach Tod ihres Sohnes verurteilt

Unterlassene Hilfeleistung  

Paar nach Tod des krebskranken Sohnes verurteilt

15.03.2021, 19:51 Uhr | dpa

Unterlassene Hilfe: Eltern nach Tod ihres Sohnes verurteilt. Einfahrt zum Landgericht Magdeburg: Hier wurden die Eltern eines 14 Monate alten Kindes verurteilt. Sie tragen Schuld am Tod ihres Sohnes. (Quelle: imago images)

Einfahrt zum Landgericht Magdeburg: Hier wurden die Eltern eines 14 Monate alten Kindes verurteilt. Sie tragen Schuld am Tod ihres Sohnes. (Quelle: imago images)

Obwohl es dem Jungen zunehmend schlechter ging, gingen die Eltern mit ihm nicht zum Arzt. Das Landgericht Magdeburg hat das Paar nun wegen Schuld am Tod des Kindes verurteilt.

Weil sie Schuld am Tod ihres 14 Monate alten Sohnes tragen, hat das Landgericht Magdeburg ein Elternpaar verurteilt. Den Eltern war vorgeworfen worden, dass sie mit dem Kind nicht zum Arzt gegangen waren, obwohl es ihm zunehmend schlechter ging. Es starb am 2. September 2020 in einem Ort im Landkreis Börde.

Die Mutter wurde am Montag zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, der Vater zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren – wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen und fahrlässiger Tötung, wie ein Gerichtssprecher in Magdeburg sagte. Im Laufe des Prozesses hatte sich laut dem Gerichtssprecher herausgestellt, dass der Junge Leukämie hatte.

Vater hinderte Mutter an Arztbesuch

Die Verhandlung habe ergeben, dass die Frau stark unter dem Einfluss ihres Mannes gestanden habe, erklärte der Sprecher weiter. Sie müsse auch eine ambulante Psychotherapie absolvieren. Die Frau habe gesagt, sie habe das Kind einem Arzt vorstellen wollen, als es ihm schlecht ging, ihr Mann habe sie daran gehindert.

Der Vater des Kindes habe das vor Gericht bestätigt. Beide hätten gehofft, dass sich die Verfassung des Kindes auch mit Hilfe von Naturheilmitteln bessern würde. Die 43 Jahre alte Frau und der 38 Jahre alte Mann sind Eltern von drei weiteren Kindern. Das Urteil ist nicht noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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