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Was sind Strafzölle?

Internationaler Handel  

Was sind Strafzölle?

Von Fabian Jahoda

21.09.2021, 09:16 Uhr
. Containerschiff im Hamburger Hafen: Waren aus Nicht-EU-Ländern müssen verzollt werden. (Quelle: imago images)

Containerschiff im Hamburger Hafen: Waren aus Nicht-EU-Ländern müssen verzollt werden. (Quelle: imago images)

Im internationalen Handel ist regelmäßig von Strafzöllen die Rede. Doch wann werden solche Abgaben verhängt und wie funktionieren sie?

Insbesondere während der Präsidentschaft von Donald Trump hörte man regelmäßig von neuen Strafzöllen. Allerdings sind Straf- oder auch Schutzzölle gängige Instrumente im weltweiten Handel. In aller Regel dienen sie dem Schutz der heimischen Wirtschaft.

Zölle werden bei der Einfuhr von Waren erhoben. Je nach Produkt und Herkunftsland kann der Zoll unterschiedlich hoch ausfallen. Sogenannte Zollunionen, wie etwa innerhalb der EU, aber auch Freihandelsabkommen ermöglichen den Import und Export von Waren ohne derartige Aufschläge. Das kann die Wirtschaft im eigenen Land ankurbeln.

Zölle als Hilfsmittel für die heimische Wirtschaft

Ist eine Branche jedoch durch unfaire Wettbewerbsvorteile in einem anderen Land oder durch Preisdumping gefährdet, werden Schutzzölle erhoben. Ziel eines Schutzzolls ist in der Regel, die Einfuhr einer bestimmten Ware unattraktiv oder zumindest konkurrenzfähig gegenüber den inländischen Produkten zu machen. So können beispielsweise ein unterschiedliches Lohnniveau oder Subventionen im Produktionsland ausgeglichen werden.

Einen solchen Strafzoll erhebt die Europäische Union zum Beispiel auf chinesische Fahrräder. Die sogenannten Antidumpingzölle belaufen sich in diesem Fall auf 48,5 Prozent.

Wenn der Strafzoll politisch wird

Strafzölle werden jedoch nicht immer ausschließlich zum Schutz der heimischen Wirtschaft angewandt. Teilweise dienen sie auch als politisches Druckmittel oder als Reaktion auf Zölle, die von der Gegenseite aufgerufen werden. Schaukelt sich ein solches Verhalten hoch, spricht man von einem Handelskrieg.

Der sogenannte Protektionismus kann allerdings auch die eigene Wirtschaft schädigen. Das ist etwa der Fall, wenn dadurch Produktionsketten unterbrochen oder massiv verteuert werden. Dies kann zur Abwanderung von Unternehmen, dem Verlust von Arbeitsplätzen oder auch zu Insolvenzen führen.

Verwendete Quellen:

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