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Die letzte Fahrt der "Costa Concordia"

Aktualisiert am 01.09.2016Lesedauer: 2 Min.
Das traurige Ende eines stolzen Kreuzfahrtriesen: Die Reste der "Costa Concordia" im Hafen von Genau.
Das traurige Ende eines stolzen Kreuzfahrtriesen: Die Reste der "Costa Concordia" im Hafen von Genau. (Quelle: /dpa-bilder)
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Das Wrack des Ungl├╝cksschiffs "Costa Concordia" hat wohl seine "allerletzte Reise" angetreten. Die ├ťberreste des Kreuzfahrtkolosses wurden quer durch den Hafen von Genua in ein anderes Becken geschleppt, teilte die zust├Ąndige Beh├Ârde mit.

Das heikle Man├Âver sollte mehrere Stunden dauern, da die f├╝nf Schlepper das Schiffswrack nur im Schneckentempo bewegen konnten. Der Schiffsverkehr war f├╝r die Dauer der Aktion unterbrochen worden.

Seit seiner Ankunft in Genua im Juli 2014 war das Schiff bereits mehrmals verschoben worden. Jetzt soll in einem letzten Schritt der Rest des Rumpfs demontiert werden. Dann ist die "Costa Concordia" endg├╝ltig verschwunden.

Die Geschichte der Havarie jedoch ist unvergessen: Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen aufgelaufen, Leck geschlagen und schlie├člich auf 65 Grad Schlagseite gekippt.

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Bei dem Ungl├╝ck kamen 32 Menschen ums Leben. H├Ątte der Wind das Wrack nicht auf die Insel gedr├╝ckt, sondern aufs Meer getrieben, h├Ątte es vermutlich deutlich mehr Opfer gegeben.

Von Anfang an ├Ąu├čerst fragw├╝rdig war das Verhalten des Kapit├Ąns Francesco Schettino. Er ├Ąnderte den Kurs und fuhr unzul├Ąssig nah an die K├╝ste, um einen ehemaligen Kollegen zu gr├╝├čen. Die Liste der Fahrl├Ąssigkeiten des Kapit├Ąns ist lang: Schettino war zu Anfang des ├Ąu├čerst riskanten Man├Âvers nicht selbst auf der Br├╝cke, er reduzierte das Tempo nicht, sprach sich nicht mit seinen Offizieren ab, brachte unbefugte Personen mit auf die Br├╝cke und hatte keine Detailkarten der Insel Giglio an Bord.

Nach der Kollision lehnte Schettino zun├Ąchst Hilfe ab und meldete lediglich einen defekten Generator. Die letztliche Evakuierung des Schiffs verlief sehr schleppend, die Rettungsma├čnahmen erfolgten unkoordiniert und st├╝mperhaft. Der Kapit├Ąn und fast alle Offiziere verlie├čen ihre Posten, obwohl noch mehrere hundert Personen an Bord waren.

Erst am 17. September 2013 konnte die "Costa Concordia" wieder aufgerichtet werden. Die Bergung war die gr├Â├čte je vorgenommene Operation dieser Art.

Am 11. Februar 2015 wurde Kapit├Ąn Francesco Schettino zu 16 Jahren und einem Monat Gef├Ąngnis verurteilt. Verteidigung und Staatsanwaltschaft legten Berufung ein, Schettino blieb auf freiem Fu├č. Am 31. Mai 2016 best├Ątigte das Berufungsgericht das Urteil.

Im Juli 2014 wurde die "Costa Concordia" zur Verschrottung nach Genua gebracht. In einem ersten Schritt wurde die Inneneinrichtung entfernt, danach machten sich Hunderte Werftarbeiter daran, das Wrack zu zerlegen.

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