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Antarktis: Forscher finden Leben unter 900 Meter dickem Eis

In der Antarktis  

Forscher finden Leben unter 900 Meter dickem Eis

15.02.2021, 15:39 Uhr | dpa

Antarktis: Forscher finden Leben unter 900 Meter dickem Eis. Forscher in der Antarktis (Archivbild): Unter Hunderte Meter dickem Eis wurden lebende Organismen entdeckt. (Quelle: Reuters/Alister Doyle)

Forscher in der Antarktis (Archivbild): Unter Hunderte Meter dickem Eis wurden lebende Organismen entdeckt. (Quelle: Alister Doyle/Reuters)

Bei der Untersuchung von Erdschichten unter dem Antarktis-Eis sind Forscher zufällig auf Leben gestoßen. Der Fund wirft Fragen auf. Wie können die Organismen unter Hunderten Metern Eis und in völliger Dunkelheit existieren? 

Unter Hunderte Meter dickem Eis haben Forscher in der Antarktis an extreme Bedingungen angepasste Lebensformen entdeckt – und das durch Zufall. 260 Kilometer Entfernung zum offenen Meer, komplette Dunkelheit und Temperaturen von minus 2,2 Grad – nur wenige Tiere seien bisher unter vergleichbaren Bedingungen gefunden worden, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Frontiers in Marine Science". Wie und wann die Wesen an die abgelegene Stelle gelangten und wovon sie sich ernähren, ist den Forschern um Huw Griffiths vom Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey zufolge bisher unklar.

An Leben im Eis angepasst 

Die Wissenschaftler hatten eigentlich Sedimentproben nehmen wollen und dazu im Filchner-Ronne-Schelfeis des südöstlichen Weddellmeeres durch 900 Meter dickes Eis gebohrt. Statt auf Schlamm stießen sie aber plötzlich auf Fels. Videomaterial zeigt mit Lebensformen bedecktes Gestein. Der Fund zeige, dass das Meeresleben in der Antarktis unglaublich speziell und erstaunlich an eine gefrorene Welt angepasst ist, so Griffiths.

Zu welchen Arten die gefundenen, sesshaft an den Fels gebundenen Tiere gehören, ist bisher unklar. Offen ist den Forschern zufolge auch, was es für die Wesen bedeuten würde, wenn das Schelfeis zerbricht. Angesichts des Klimawandels sei die Zeit knapp, um die Tiere zu studieren und das Ökosystem zu schützen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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