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Berlin: Die Gefangenenzeitung "Lichtblick" aus Tegel darf weitermachen


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Die Gefangenenzeitung "Lichtblick" darf weitermachen

Von dpa
Aktualisiert am 05.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel (Archivbild): Weil ein Redakteur der Gefangenenzeitung seine Privilegien ausnutzte, musste der "Lichtblick" um sein Fortbestehen bangen.
Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel (Archivbild): Weil ein Redakteur der Gefangenenzeitung seine Privilegien ausnutzte, musste der "Lichtblick" um sein Fortbestehen bangen. (Quelle: imago stock&people)
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Nach dem Privilegien-Missbrauch eines Redakteurs musste die Zeitung "Lichtblick" aus Berlin um ihre Existenz bangen. Nun steht fest: Sie darf bleiben.

Die derzeitigen Einschränkungen bei der Berliner Gefangenenzeitung "Lichtblick" sollen nicht das Aus für die Redaktion bedeuten. Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) unterstütze das Fortbestehen des mehr als 50 Jahre alten Projekts, sagte ein Sprecher der Senatsjustizverwaltung auf Anfrage.

Derzeit liefe die Suche nach anderen Räumen in der Haftanstalt Tegel. Zudem sollten weitere Mitglieder für die Redaktion gewonnen werden. Die Zeitung ist seit Ende August nahezu lahmgelegt, weil ein bisheriger Redakteur seine Privilegien ausgenutzt haben soll für Straftaten im Zusammenhang mit einem Überfall auf einen Geldtransporter Ende Juni.

Berlin-Tegel: Redaktion sucht nach neuen Räumen in der Haftanstalt

Infolge der Ermittlungen waren auch die Redaktionsräume vom "Lichtblick" Ende August durchsucht worden. Ermittler beschlagnahmten die Computer der Zeitung. Ein Internetzugang, über den die Redaktion seit geraumer Zeit verfügte, wurde laut Senat ausgesetzt. Am Telefon erfahren Anrufer, dass die Redaktion aus "organisatorischen Gründen" nicht besetzt ist.

Laut ihres Sprechers hatte sich Justizsenatorin Kreck unmittelbar nach der Durchsuchung an die Redaktion gewandt und erläutert, warum der Internetzugang vorerst gekappt werden müsse. Zugleich habe sie betont, dass das Grundprinzip, "eine unzensierte und selbstorganisierte Gefangenenzeitschrift zu produzieren", Bestand haben solle.

Der "Lichtblick" sei eine "Errungenschaft", so Kreck in dem Schreiben. Zugleich hatte sie betont, dass eine umfassende und angemessene Überprüfung erforderlich sei angesichts des Verdachts.

Missbrauch des Redaktionstelefons für einen Raubüberfall?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Mitglied des kleinen Zeitungsteams auch ein Redaktionstelefon genutzt haben soll für Absprachen im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Wilmersdorf mit vier Verletzten.

Der 46-Jährige verbüßt in Tegel eine mehrjährige Haftstrafe und soll gemeinsam mit einem Paar durch eine erfundene Geschichte versucht haben, von den Tätern abzulenken. Diese sind bislang nicht gefasst worden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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