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Randale in Berliner Freibädern | Kai Wegner: "Müssen Hausverbote durchsetzen"


Kai Wegner: "Müssen Hausverbote konsequent durchsetzen"

Von t-online, nhe, jl

Aktualisiert am 13.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Kai Wegner (Archivbild): Er will bei den Ausschreitungen in den Bäderbetrieben konsequent durchgreifen.Vergrößern des BildesKai Wegner (Archivbild): Er will bei den Ausschreitungen in den Bäderbetrieben konsequent durchgreifen. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago images)
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In Berliner Freibädern kommt es immer wieder zu Randalen und Gewaltvorfällen. Der regierende Bürgermeister hat sich dazu nun geäußert.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat ein Bündel an Maßnahmen nach der wiederholten Randale in drei Berliner Freibädern gefordert. "Ich möchte eine mobile Wache von der Polizei an den Brennpunktbädern, wo es immer wieder zu Ausschreitungen kommt", sagte Wegner am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Dies solle es für die betroffenen Bäder in den Bezirken Neukölln, Kreuzberg und Pankow geben.

Außerdem sollten die Sicherheitsdienste in den Bädern gestärkt und das Einlass-System verbessert werden. Es müsse verhindert werden, dass etwa Straftäter und bereits mit einem Hausverbot belegte Besucher überhaupt in das Schwimmbad kommen. Wer neu durch Randale auffalle, soll erfasst, mit einem Hausverbot belegt und dann zukünftig vom Badbesuch abgehalten werden. "Wir müssen die Hausverbote konsequent durchsetzen", sagte Wegner.

"Die Zündschnur ist ohnehin recht kurz"

Dazu müsse mehr Personal eingesetzt werden. Einen grundsätzlichen Einsatz der Polizei in den Bädern lehnte Wegner ab – Polizistinnen und Polizisten seien keine Ersatzbademeister. Wegner verwies auf die Zuständigkeit der Bäderbetriebe, für die Sicherheit zu sorgen. Da es sich um ein landeseigenes Unternehmen handle, sei auch die Politik gefordert.

Der Sprecher der Berliner Polizei-Gewerkschaft, Benjamin Jendro, sagte im Gespräch mit t-online, dass er dies begrüße: "Wir freuen uns, dass Herr Wegner auf unserer Seite ist". Er betont in einem Statement der Gewerkschaft zudem, dass man die Diskussion um die Sicherheit in Freibädern bereits seit mehr als einem Jahrzehnt führe, ohne wirklich weiter zu sein. Man müsse etwa über reduzierte Einlasskontingente mit Zeitfenstern, Taschenkontrollen und Alkoholverbote nachdenken.

Wegner warnt vor Anschuldigungen gegen Migranten

Es könne niemanden überraschen, dass es bei über 30 Grad und vielen Menschen auf engem Raum zu Streits komme. "Zumal wir oftmals auch über junge testosterongeladene Männer sprechen, bei denen die Zündschnur ohnehin recht kurz ist", so Jendro.

Gleichzeitig warnte Wegner vor pauschalen Anschuldigungen gegen Migranten. In den drei Bädern sei der Anteil der Besucher mit Migrationshintergrund hoch, "die allerallermeisten" würden sich aber richtig verhalten. Eine "kleine Minderheit", die männlich sei, sorge für die Randale. Häufig seien die Ursache Langeweile und Perspektivlosigkeit – diesen jungen Menschen müssten Perspektiven gegeben werden, dort müsse bei der Bildung angesetzt werden.

Verwendete Quellen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagenturen dpa und afp
  • Statement der Berliner Polizeigewerkschaft vom 13. Juli 2023
  • Telefonat mit Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Polizeigewerkschaft
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