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Berlin: XXL-Klassenfahrt nach Sylt – über 700 Schüler und zwei Notfälle


XXL-Klassenfahrt nach Sylt: So lief die Reise der Berliner Schule


Aktualisiert am 28.09.2023Lesedauer: 3 Min.
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Die Schule am Strand: Mehr als 700 Personen machten sich auf nach Sylt.Vergrößern des Bildes
Die Schule am Strand: Mehr als 700 Personen machten sich auf nach Sylt. (Quelle: Kant Gymnasium Berlin.)

Eine ganze Berliner Schule geht auf große Reise – und das nach Sylt. Wie der Trip verlief und bei den Einwohnern der Luxus-Insel ankam.

Das Kant-Gymnasium aus Berlin-Spandau hat es getan: Mit mehr als 700 Schülern und dutzenden Lehrern brach die Schule zur XXL-Klassenfahrt nach Sylt auf. Sie sorgte damit nicht nur für Aufmerksamkeit auf der beliebten Urlaubsinsel, sondern auch in diversen Medien. Mittlerweile sind die Reisenden wieder gut in Berlin angekommen. "Wir sind noch ein bisschen müde, aber ansonsten sind alle bei bester Laune", sagt der Leiter der Schule, Marc Vehlow, im Gespräch mit t-online.

Los ging es am 18. September in einem eigens gemieteten Zug von Spandau bis nach Westerland. Die Vorfreude war groß, doch von einzelnen Personen habe es im Vorfeld auch Bedenken gegeben, so der Schulleiter. Der Tenor: "Mit 700 Kindern auf eine Insel, das endet doch im Chaos." Vehlow selbst habe diese Sorgen nicht gehabt – genauso wenig wie Angst vor unangenehmen Reaktionen der Sylter. Sylt, das ist der Inbegriff für Reichtum und Luxus. Stört eine solche Fahrt die Leute an diesem Ort also? Nein, denn angekommen in Westerland sei die Reisegruppe von den Bewohnern der Insel herzlich empfangen worden.

Sylter freuen sich: "Ach, ihr seid die Truppe aus Berlin?"

"Natürlich kann es erstmal bedrohlich wirken, wenn da ein Zug ankommt und 700 Kinder steigen aus", gibt Vehlow zu. Doch Probleme habe es in der Folge nicht gegeben. Im Gegenteil: "Ein Kollege wurde im Edeka angesprochen: 'Ach, ihr seid die Truppe aus Berlin?', freute er sich." Auch Vehlow selbst sei in Westerland mehrfach freundlich nach der XXL-Schulfahrt gefragt worden.

In Hörnum, dem Süden der Insel, kamen die hunderten Schüler unter. Die Entscheidung für Sylt fiel nicht etwa wegen des dekadenten Lebensstils auf der Insel, sondern hatte eher praktische Gründe: "Es ist nicht einfach, eine Unterkunft für mehr als 700 Personen zu finden", sagt Vehlow. Hier aber war dies möglich. Im Vorfeld war auch etwa eine Fahrt nach Rom im Gespräch: "Ich glaube, die meisten hätten aber keine Lust auf eine 18-stündige Busfahrt gehabt. Deshalb haben wir uns für Sylt entschieden, ist ja eine wirklich tolle Insel." Von Hörnum aus ging es dann auf Fahrradtouren, Wattwanderungen und vieles mehr.

Eine fast reibungslose Fahrt – mit zwei Notfällen

Die Stimmung der Schüler aus der Großstadt sei ausgelassen gewesen, viele hätten Sylt oder die Nordsee zuvor noch nie gesehen. Auch jetzt, ein paar Tage nach Wiederankunft in Berlin, seien die Schüler immer noch begeistert von der Fahrt. "Insbesondere die Kleinen sind daran gewachsen, auch mal mit den Großen aus der Oberstufe unterwegs zu sein"

Lediglich das Wetter habe der Gruppe teilweise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab in der vergangenen Woche viel Regen – und Wind. Eine Radtour habe abgebrochen werden müssen, weil die Kids nicht mehr vorankamen. Autos holten sie daraufhin ab, sagt der Schulleiter. "Außerdem hatten wir zwei kleine Notfälle, bei denen Kinder ins Krankenhaus mussten." Bei der Anzahl der Schüler sei dies aber eine gute Quote, so Vehlow. Schnell konnte in der Klinik Entwarnung gegeben werden.

Nun kehrt wieder Alltag an der Schule in Spandau ein, der Unterricht läuft wie gehabt. Ob es in Zukunft weitere solcher Fahrten – trotz des großen organisatorischen Aufwands –geben wird? "Wir wollen das auf jeden Fall wiederholen. Aber vielleicht erst in fünf bis sechs Jahren", sagt Vehlow. "Damit jeder Schüler des Kant-Gymnasiums mal eine solche Fahrt mitmachen kann."

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit dem Schulleiter des Kant-Gymnasiums in Berlin
  • kant-gymnasium-berlin.de: "Informationen zur XXL-Klassenfahrt nach Sylt"
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