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Berlin: Fallzahlen bei Masern steigen – Virus trotz Impfpflicht verbreitet


Hochansteckender Virus
Zahl der Masernfälle in Berlin steigt

Von dpa, ksi

26.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Ein Mädchen ist an Masern erkrankt (Symbolbild): Seit 2023 stellt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) wieder einen Anstieg der Fallzahlen in Berlin fest.Vergrößern des BildesEin Mädchen ist an Masern erkrankt (Symbolbild): Seit 2023 stellt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) wieder einen Anstieg der Fallzahlen in Berlin fest. (Quelle: Getty Images)
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Die Masern sollen eigentlich ausgerottet werden. Dennoch hat Berlin mit Ausbrüchen des hochansteckenden Virus zu kämpfen.

In den ersten Wochen des neuen Jahres sind in Berlin vermehrt Maserninfektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt bisher bei neun und damit über dem Median der Jahre 2015 bis 2019 von vier, schreibt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in seinem aktuellen Wochenbericht zu Infektionskrankheiten.

Im gesamten Jahr 2023 sind in der Hauptstadt gut 15 Personen nachweislich an Masern erkrankt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden im Jahr 2022 lediglich zwei Masernfälle in Berlin gemeldet. 2021 wurde kein einziger Fall registriert. Grund für die niedrigen Zahlen seien damals die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewesen. Nach einer Verschnaufpause dürfte sich das Virus nun wieder stärker ausbreiten.

Die Gesundheitsverwaltung sprach auf Anfrage des "Tagesspiegels" aktuell von "sehr moderaten Fallzahlen". Das Gesundheitsamt beobachte das Infektionsgeschehen und dränge auf hohe Impfquoten "bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Beschäftigten in Kitas, Schulen und medizinischen Einrichtungen".

Großer Ausbruch in Berlin im Jahr 2015

Masern sind laut RKI eine der ansteckendsten Krankheiten beim Menschen. Sie werden unter anderem durch Tröpfchen und Aerosole übertragen, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen freigesetzt werden. Ist man ungeschützt, kann es laut RKI schon ausreichen, sich mit einem Erkrankten im selben Raum aufzuhalten, um sich anzustecken. 2015 hatte es einen großen Masernausbruch mit mehr als 1.240 Erkrankten allein in Berlin gegeben, ein Kleinkind starb. Seit März 2020 gilt hierzulande eine Impfpflicht gegen Masern in Kitas und Schulen.

Masern werden oft als harmlose Kinderkrankheit abgetan, doch Experten widersprechen dieser Ansicht deutlich. Es erkranken nicht nur Kinder, außerdem sind Komplikationen und ernste Spätfolgen möglich. Im Lageso-Bericht wird ein jüngst gemeldeter Fall eines Menschen zwischen 20 und 30 Jahren geschildert: Dieser sei nicht gegen Masern geimpft gewesen und im Krankenhaus behandelt worden. Wer die Krankheit einmal durchgemacht hat, ist in der Regel lebenslang immun.

Verwendete Quellen
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