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René Pollesch: Schockierte Reaktionen auf Tod von Volksbühnen-Intendant


Reaktionen auf René Polleschs Tod
"Es ist, als ob Berlin das Herz herausgerissen würde"


Aktualisiert am 27.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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Volksbühnen-Indentant René Pollesch (Archivbild): Er starb am Montag mit nur 61 Jahren. (Quelle: Snapshot/imago-images-bilder)

Berlins Kulturszene steht unter Schock. Weggefährten und Bewunderer reagieren auf den Tod von Volksbühnen-Intendant René Pollesch.

Am Morgen danach wehen die Fahnen der Volksbühne in Berlin auf halbmast. Vor dem Eingang liegen Blumensträuße. Und hoch oben, am Dach des Gebäudes, hängt ein Banner mit Großbuchstaben. "JA NICHTS IST OK" steht darauf geschrieben. Es ist der Titel eines Stücks von René Pollesch, das am Sonntag noch aufgeführt wurde. Aber der Satz beschreibt auch die Gefühlslage der Berliner Kulturwelt, denn Pollesch, der Intendant der Volksbühne, ist am Montag mit nur 61 Jahren überraschend gestorben.

In den sozialen Medien drücken Weggefährten und Bewunderer Polleschs ihre Trauer aus. "Fassungslos" ist die Autorin Carolin Emcke. "Es ist, als ob der Stadt Berlin mit dem Tod von René Pollesch das Herz herausgerissen würde", schrieb sie auf der Plattform X. "Eine ästhetische Ära geht zu Ende. Und ein wunderbarer Mensch ist gegangen."

Berlins ehemaliger Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) postete auf Instagram den Screenshot eines Posts von Pollesch. Erst Anfang Februar hatte dieser da geschrieben: "Mein Grabstein wird einmal so aussehen wie der Block, in dem Han Solo in Karbonit eingefroren ist, nur mit mir halt." Lederer schrieb dazu: "René ist nicht mehr. Ich bin fassungslos und weiß nicht recht mit der Situation umzugehen."

"Einer der profiliertesten Theatermacher unseres Landes"

Auch Lederers Nachfolger als Kultursenator, Joe Chialo (CDU), hat ein Statement zu Polleschs Tod veröffentlicht. "Mit René Pollesch verlieren wir einen der profiliertesten Theatermacher unseres Landes, einen klugen und humorvollen Charakterkopf", heißt es darin. "Ich bin traurig und meine Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kolleginnen und Kollegen der Volksbühne."

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Die Band Tocotronic postete ein Bild, das Pollesch rauchend in einer Kneipe mit Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow zeigt. Die beiden inszenierten 2015 gemeinsam ein Stück an der Volksbühne. "Wir trauern um unseren Freund René Pollesch", schreibt die Band. "Es ist ein Schock. Danke Dir, René, für all die schönen Stunden, die wir miteinander verbringen durften. Endless Love."

"Was Besseres hab ich noch nicht gefunden"

Der Autor Max Czollek schrieb: "Oh Gott, René Pollesch ist tot. Das tut mir so verdammt leid. Sprachlos." Christopher Lauer, ehemaliger Politiker (Grüne, SPD, Piratenpartei), erinnerte an persönliche Treffen mit dem Verstorbenen: "Als Frank Schirrmacher gestorben ist, war ich abends mit René im Trois Minutes Sur Mer und hab 'ne Flasche Rotwein getrunken. Hab grad erst erfahren, dass er heute früh gestorben ist und jetzt steh' ich ganz neben mir." Dazu postete er ein Foto, das Pollesch lachend mit einem Eisbecher zeigt.

Pollesch stammte aus Hessen und lebte seit 2001 in Berlin. "Ich bin schon ein bisschen rumgekommen, aber was Besseres hab ich noch nicht gefunden", sagte er 2022 der "Berliner Zeitung". Neben seinem Wirken an der Volksbühne inszenierte er auch Stücke am Wiener Burgtheater oder an den Münchner Kammerspielen. Zu den Umständen seines Todes machte die Volksbühne keine Angaben.

Verwendete Quellen
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