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RAF: Razzia in Berlin-Friedrichshain – SEK bricht Wohnungstür auf


In Berlin-Friedrichshain
Suche nach Ex-RAF-Terroristen: SEK durchsucht Wohnheim

Von t-online, pb, nhe

Aktualisiert am 05.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Schwer bewaffnete Einsatzkräfte aus Niedersachsen in dem Studentenwohnheim in der Nacht.Vergrößern des BildesSchwer bewaffnete Einsatzkräfte aus Niedersachsen in dem Studentenwohnheim in der Nacht. (Quelle: Pudwell/t-online)
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Aufregung an einem Studentenwohnheim in Friedrichshain: Ein SEK rückt an, durchsucht eine Wohnung. Der Einsatz hat mit den flüchtigen Ex-RAF-Terroristen zu tun.

In Friedrichshain-Kreuzberg war ein Spezialeinsatzkommando des LKA Niedersachsen in der Nacht zu Dienstag einer Wohnung in der Straße Franz-Mehring-Platz im Einsatz. Ein Sprecher des Lagedienstes der Berliner Polizei bestätigte t-online am frühen Morgen, dass es dort einen Einsatz gegeben hat, verwies aber zunächst an das niedersächsische LKA.

Später war klar: Der Einsatz steht in Zusammenhang mit den beiden früheren RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub. Es habe Hinweise auf ein Objekt gegeben, Einsatzkräfte hätten die Wohnung in einem Studentenwohnheim durchsucht, sagte eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen am Dienstag. Festnahmen habe es nicht gegeben. Aufnahmen eines Reporters vor Ort zeigten, wie LKA-Spezialkräfte das Heim in der Nacht wieder verließen.

Polizei sucht seit Tagen in Berlin nach flüchtigen Ex-Terroristen

Die niedersächsischen Spezialkräfte sollen in dem Haus eine Wohnung im dritten Stock durchsucht haben. Dabei kam offenbar auch eine Ramme zum Aufbrechen einer Tür zum Einsatz. Ob in der Wohnung eine Person angetroffen wurde, blieb zunächst unklar.

Außerdem setzten die Beamten die Untersuchung einer Wohnung in der Grünberger Straße fort, die am Sonntagabend durchsucht wurde, wie die Sprecherin sagte. Weitere Details nannte das Landeskriminalamt zunächst nicht.

Das niedersächsische Landeskriminalamt leitet die Fahndung nach den gesuchten früheren RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub. Seit Tagen suchen die Ermittler nach Garweg und Staub in Berlin, nachdem deren mutmaßliche Komplizin Daniela Klette vor einer Woche in der Hauptstadt festgenommen worden war.

Die 65-Jährige sowie Garweg und Staub waren vor über 30 Jahren untergetaucht. Alle drei gehörten der sogenannten dritten Generation der früheren linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion an. Diese war über Jahrzehnte der Inbegriff von Terror und Mord in Deutschland. 1998 erklärte sie sich für aufgelöst. In der aktiven Terror-Zeit der dritten Generation wurden der damalige Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991) ermordet.

Staatsanwalt fürchtet "Kurzschlusshandlung" des Flüchtigen

In einer am Montagmorgen durchsuchten Wohnung in der Berliner Corinthstraße trafen die Fahnder nach Angaben des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen zwar einen Menschen an, von den Gesuchten sei aber niemand dort gewesen. Am Nachmittag folgte ein weiterer Einsatz auf der Autobahn 5 südlich von Darmstadt, unter anderem waren Spezialeinsatzkräfte beteiligt, wie eine LKA-Sprecherin mitteilte.

Demnach gab es zwar keine Verhaftungen oder Festnahmen, aber ein Camper wurde abgeschleppt. Details zu dem Fahrzeug nannte die Sprecherin nicht. Bereits am Sonntag waren in Friedrichshain zunächst ein Bauwagen-Gelände, wo Garweg wohl längere Zeit gelebt hat, und am Abend eine Wohnung durchsucht worden. Auch dabei hatte es keine Festnahme gegeben.

Am Montag appellierte die Staatsanwaltschaft Verden an den flüchtigen Garweg, sich zu stellen, um eine mögliche Eskalation zu vermeiden. Die größte Sorge des dortigen Staatsanwaltes ist eine Kurzschlusshandlung des flüchtigen Ex-RAF-Terroristen: Die Ermittler hätten ihm sein "Heim weggenommen, er sei höchstwahrscheinlich ohne Logistik unterwegs – und er sei "richtig auf der Flucht", was belastend sein könne.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Telefonat mit dem Lagedienst der Polizei Berlin
  • Telefonat mit dem Lagedienst des LKA Niedersachsen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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