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Berlin: Darum heulen hier am Warntag 2020 trotzdem keine Sirenen

Katastrophen-Warntag  

Bundesweit heulen die Sirenen – doch in Berlin bleibt es ruhig

10.09.2020, 07:07 Uhr | dpa, t-online

Berlin: Darum heulen hier am Warntag 2020 trotzdem keine Sirenen. Sirene auf einem Dach (Symbolbild): In Berlin wurden Warnsirenen in den 90ern abgebaut. (Quelle: imago images/Christian Ohde)

Sirene auf einem Dach (Symbolbild): In Berlin wurden Warnsirenen in den 90ern abgebaut. (Quelle: Christian Ohde/imago images)

Am Donnerstag heulen in Deutschland die Sirenen – doch in Berlin bleibt es still. In der Hauptstadt fällt der landesweite Probealarm anders aus. Wieso?

Beim ersten bundesweiten Katastrophen-Warntag seit der Wiedervereinigung werden in Berlin keine Sirenen heulen. Das ist zwar am 10. September in weiten Teilen Deutschlands geplant. In einem dicht besiedelten Raum wie Berlin sollen die Informationen aber möglichst genau und an bestimmte Orte angepasst übermittelt werden. Dafür seien das Internet und Rundfunkansagen besser geeignet, erklärten das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Senat vergangene Woche.

Berlin hat Sirenen abgebaut

Außerdem gibt es in Berlin gar keine Warnsirenen mehr. "Die Zivilschutzsirenen des Bundes wurden in Berlin Anfang der 90er Jahre abgebaut", teilte die Senatsinnenverwaltung mit. "Wir empfehlen für alle Gefahrenlagen insbesondere die Warn-Apps, in denen bundesweit und auf Wunsch auch kleinteilig beliebige Orte bzw. Gebiete 'abonniert' werden können und die auch ergänzende Inhalte wie behördliche Verhaltensempfehlungen ermöglichen."

Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam: Brandenburg beteiligt sich am ersten bundesweiten Warntag am 10. September.  (Quelle: dpa)Blick in die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Potsdam: Brandenburg beteiligt sich am ersten bundesweiten Warntag am 10. September. (Quelle: dpa)

Dabei hat Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erst diesen Dienstag die Bedeutung des geplanten Warntags betont. Besonders bei plötzlichen Ereignissen wie Großbränden oder weiträumigen Stromausfällen seien schnelle und verlässliche Informationen und Warnungen für die Menschen nötig, teilte Geisel mit. Die Menschen sollen wissen, "was im Fall der Fälle zu tun ist".

Auch in Leipzig bleibt es am bundesweiten Warntag still, es werden keine Sirenen heulen. Dort setzt man auf andere Maßnahmen.

Sirenen gelten vor allem nachts als zuverlässiges Warnmittel. Ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind.

Was passiert am Katastrophen-Warntag?

Am Katastrophen-Warntag wird die Warntechnik flächendeckend getestet. Außerdem soll die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert werden. Um 11 Uhr werden Sirenen heulen, Warn-Apps piepen, Rundfunksender ihre Programme unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. Künftig soll der Warntag jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Die Warn-App NINA wird derzeit von rund 7,6 Millionen Menschen genutzt. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie wurde sie deutlich häufiger heruntergeladen. Über die App warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor Gefahren wie Bränden, radioaktiver Strahlung, Stromausfällen, Erdbeben oder Überschwemmungen.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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