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"1:1 Prostitution": Bordelle d├╝rfen wieder ├Âffnen

Von dpa
11.10.2020Lesedauer: 3 Min.
Sexspielzeuge stehen in einem Studio im Schrank
Sexspielzeuge stehen in einem Studio im Schrank. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)
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Bordellbetreiber und Prostituierte laufen in Baden-W├╝rttemberg seit Wochen Sturm, denn sie sehen sich in der Coronakrise im Vergleich zu anderen Bereichen benachteiligt. W├Ąhrend vieles gelockert wurde, l├Ąuft im ├Ąltesten Gewerbe der Welt offiziell seit fast sieben Monaten nichts mehr. Ein Urteil bringt nun die erhofften ├änderungen, denn der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat das generelle Sexverbot gekippt und es als krassen und au├čerordentlich schweren Eingriff in die Berufsfreiheit bezeichnet. Ab Montag (12. Oktober) d├╝rfen Freier und Prostituierte wohl wieder offiziell intim werden. Aber wie?

Die gr├╝n-schwarze Landesregierung war gezwungen, die Entscheidung des Gerichts umzusetzen und hat daf├╝r nun die Coronaverordnung zum vierten Mal ge├Ąndert. Sie sollte am Sonntag ver├Âffentlicht werden, damit sie am Montag in Kraft treten kann. Die wichtigsten Punkte daraus: 1:1-Prostitution ist erlaubt. Das hei├čt kein Gruppensex, sondern eine Prostituierte und ein Freier d├╝rfen in einem Raum Sex haben. Ferner ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht und der Kunde muss seine Daten wie beispielsweise bei einem Friseur hinterlassen.

Die Bordelle m├╝ssen laut einer Sprecherin des Sozialministeriums in Stuttgart schl├╝ssige Konzepte vorlegen, wie sie das umsetzen wollen. Und: Die Coronaverordnung sei aber nur bindend f├╝r Kommunen, die nicht per Allgemeinverf├╝gung ein komplettes Prostitutionsverbot ausgesprochen h├Ątten.

Ist damit die Gefahr gebannt, dass sich die Sexst├Ątten als Superspreader-Orte f├╝r das Coronavirus erweisen? Ja, sagt John Heer. Er betreibt in Stuttgart zwei Laufh├Ąuser und eine Tabledance-Bar, die vor drei Monaten wieder ├Âffnen durfte. "Fakt ist nun Mal, dass diese Branche mit Hygienestandards gut umgehen kann." Seit dem 1. Juli h├Ątten zahlreiche Sexst├Ątten in Deutschland wieder den Betrieb aufgenommen. Ihm sei kein Fall bekannt, in der von dort aus das Coronavirus eine Infektionskette ausgel├Âst habe. "Sehr wohl aber private Feiern", sagt Heer. Er will erstmal pr├╝fen, ob sich eine Wiederer├Âffnung seiner beiden Laufh├Ąuser unter den vom Land vorgegebenen Regeln rentiert.

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Laut dem Bundesverband sexuelle Dienstleistungen (BSD) sind Bordelle bundesweit noch in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern geschlossen. "Was ist hier los? Haben wir es in diesen zwei Bundesl├Ąndern mit einem anderen Virus zu tun oder muss Corona hier f├╝r was anderes herhalten?", steht auf dem Banner, das ├╝ber die Homepage des Verbands l├Ąuft.

Daria Oni├ęr, BSD-Sprecherin f├╝r Stuttgart, ist froh. "Ganz gro├če Klasse, dass wir wieder ├Âffnen d├╝rfen." Sieben Monate nicht arbeiten zu d├╝rfen, sei ein Desaster gewesen. "Die meisten Sexarbeiterinnen wie ich arbeiten als selbstst├Ąndige Unternehmerinnen. Daf├╝r gab es drei Monate Soforthilfe. Aber ich bin auch gemeldet und habe eine Steuernummer", sagt die 42-J├Ąhrige, die seit acht Jahren unter anderem Tantra-Massagen und Sexualassistenz f├╝r Menschen mit Behinderungen anbietet.

"Wer aber nicht gemeldet war, ist in die Illegalit├Ąt abgerutscht. Preise wurden gedr├╝ckt, Hygienema├čnahmen gab es da auch nicht", erkl├Ąrt Oni├ęr. Eine R├╝ckverfolgung f├╝r Infektionslagen sei unm├Âglich gewesen. "Deswegen m├╝ssen Bordelle wieder ├Âffnen, damit der sichere Rahmen wieder da ist f├╝r die Prostituierten."

Stuttgart war laut Sprecher Sven Matis vom Urteil des Verwaltungsgerichtshofs ├╝berrascht. Noch vor zwei Wochen habe das Gericht die Linie des Landes best├Ątigt. "Daraufhin hat das Amt f├╝r ├Âffentliche Ordnung die in Stuttgart g├╝ltige Allgemeinverf├╝gung zum Verbot der Prostitution verl├Ąngert bis Ende November", betonte Matis. Das hohe Gut der Berufsfreiheit sei wichtig, zugleich sei der Infektionsschutz f├╝r die Stadt in diesen Tagen zentral. "Sobald uns die Gr├╝nde f├╝r den Beschluss vorliegen, werden wir diese genau analysieren und uns dann mit dem Land ├╝ber die weiteren Schritte verst├Ąndigen."

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