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Berliner Verfassungsschutz beobachtet "KenFM"

Verschwörungsmythen verbreitet  

Berliner Verfassungsschutz beobachtet "KenFM"

28.05.2021, 07:29 Uhr | t-online

Berliner Verfassungsschutz beobachtet "KenFM". Ken Jebsen, Webvideoproduzent und Aktivist bei einem Auftritt in Stuttgart (Archivbild): Seit Anfang 2012 existiert sein Medienportal "KenFM". (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)

Ken Jebsen, Webvideoproduzent und Aktivist bei einem Auftritt in Stuttgart (Archivbild): Seit Anfang 2012 existiert sein Medienportal "KenFM". (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Die Medienplattform "KenFM" wird in Berlin nun durch den Verfassungsschutz beobachtet. Mit Falschinformationen und Verschwörungsmythen würde dort die "Querdenker"-Szene weiter radikalisiert, heißt es. 

Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet das umstrittene Medienportal "KenFM" und stuft es bereits seit März diesen Jahres als Verdachtsfall ein. Das haben Recherchen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" ergeben.

Demnach heißt es im Verfassungsschutz, die Plattform verbreite gefährliche Verschwörungserzählungen. Mit Falschinformation und Desinformation treibe "KenFM" die Radikalisierung der sogenannten "Querdenker"-Szene voran, so die Behörde. 

Youtube-Kanal gesperrt und Verfahren eingeleitet

Die Medienplattform "KenFM" existiert bereits seit Anfang 2012. Gegründet wurde sie von Kayvan Soufi-Siavash alias "Ken Jebsen". Jebsen hatte zuvor rund zehn Jahre lang die Sendung "KenFM" beim RBB moderiert. Im November 2011 war er jedoch vom Sender entlassen worden, weil zahlreiche seiner Beiträge "nicht dem journalistischen Standard des rbb" entsprochen hätten, hieß es. Der Publizist Henryk M. Broder hatte zuvor eine E-Mail von Jebsen veröffentlicht, in der es unter anderem hieß: "ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat."

Auf der Webseite von "KenFM" finden sich inzwischen viele Beiträge mit Verschwörungserzählungen rund um die Corona-Krise. Der "KenFM"-Youtube-Kanal war wegen Verstößen gegen die Corona-Richtlinien bereits Ende 2020 gesperrt worden. Hier seien medizinische Falschinformationen verbreitet worden, hieß es. 

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat inzwischen ein Verfahren gegen "KenFM" eingeleitet, weil die Webseite nicht die journalistische Sorgfaltspflicht erfülle. 

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