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Berlin: Lidl in Moabit will Mahnmal überbauen – es hagelt Kritik


Parkplatz auf Deportationsbahnhof
Lidl in Moabit will Mahnmal überbauen – es hagelt Kritik

Von t-online
Aktualisiert am 28.05.2021Lesedauer: 1 Min.
Moabit Gedenkort Güterbahnhof: 20 weiß gestrichene Bäume markieren den Gedenkort.Vergrößern des BildesMoabit Gedenkort Güterbahnhof: 20 weiß gestrichene Bäume markieren den Gedenkort. (Quelle: Jürgen Ritter/imago-images-bilder)
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Es ist eine Gedenkstätte an die Deportation von zehntausender Menschen: Der alte Güterbahnhof in Berlin-Moabit. Jetzt will Discounter Lidl seinen Parkplatz auf das Gelände ausweiten. Doch der Bezirk hat ein Wörtchen mitzureden.

Von 1941 bis 1943 wurden rund 32.000 Frauen, Kinder und Männer in Güterwagons von Berlin-Moabit aus in Arbeitslager transportiert. Der Bahnsteig des ehemaligen Güterbahnhofs ist nun eine Gedenkstätte. Das Mahnmal soll an die schweren Vergehen erinnern. Doch es wirkt, als sei der Ort bereist vergessen worden.

Nun will Lidl, der seinen Discounter nebendran vor vielen Jahren eröffnete, seinen Parkplatz laut "Tagesspiegel" auf dem Gelände erweitern. Für Baustadtrat Ehpraim Gothe und den "Verein 69" ein Unding. Der Verein versucht seit Jahren ehrenamtlich den Ort wieder mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und Verunreinigungen, Müll oder Graffiti entfernen zu lassen.

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte (BVV) hat am Donnerstag einem Dringlichkeitsantrag von Grünen und FDP zugestimmt. Dabei ging es um den Schutz des Güterbahnhofs als Gedenkort. Der Bezirk habe der Firma Lidl eindeutig signalisiert, dass ihr Bauantrag vom 9. November 2020 – dem Jahrestag der Novemberpogrome – nicht genehmigungsfähig sei. Ein Neubau und eine Erweiterung des Parkplatzes kommen deshalb nicht in Frage. Stadtrat Gothe erteilte den Lidl-Plänen in der BVV ebenfalls eine Absage.

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