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Berlin: Initiative hält Mahnwache für getötete Radfahrerin – Streit um falsch geparkte Autos


Streit um falsch geparkte Autos
Initiative hält Mahnwache für getötete Radfahrerin

Von t-online, ASS

Aktualisiert am 28.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Die Unfallstelle in Berlin: Hier war eine Radfahrerin tödlich verletzt worden.Vergrößern des BildesDie Unfallstelle in Berlin: Hier war eine Radfahrerin tödlich verletzt worden. (Quelle: Christophe Gateau/dpa-bilder)
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Nach einem tödlichen Unfall in Berlin hat eine Initiative der verstorbenen Radfahrerin gedacht. Der ADFC hat ein Geisterrad an der Todesstelle aufgestellt. Derweil entfacht erneut der Streit um falsch geparkte Fahrzeuge.

In Berlin-Friedrichshain hat die Initiative Changing Cities auf der Frankfurter Allee am Freitag eine Mahnwache für die am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall getötete Fahrradfahrerin abgehalten. Mehrere hundert Menschen kamen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Berlin e.V. (ADFC) stellte zudem ein weißes Geisterrad an der Unfallstelle auf.

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Wie die Polizei am Freitag erklärte, war die 37-Jährige bisherigen Erkenntnissen zufolge am Donnerstag gegen 12.20 Uhr auf dem auf dem Gehweg verlaufenden Radweg der Frankfurter Allee in Richtung Samariterstraße unterwegs. Dann sei sie dem Verlauf des Radwegs gefolgt, der als "Pop-up-Radweg" auf der Straße weitergeführt wird. Um einem dort parkenden Geldtransporter auszuweichen, sei die Frau dann auf den rechten Fahrstreifen der Frankfurter Allee gefahren, wo sie von einem in gleicher Richtung fahrenden Lkw überrollt und tödlich verletzt wurde.

Stundenlange Sperrung der Frankfurter Allee

Die Straße war nach dem Unfall am Donnerstag über Stunden gesperrt. Kräfte des Kriminaltechnischen Instituts waren laut Polizeiangaben mit einer Drohne im Einsatz, um die Unfallstelle zu vermessen. Auch ein Experte für Unfallgutachten war demnach vor Ort. Der Sattelzug und das Fahrrad wurden zur Spurensuche sichergestellt. Die Ermittlungen hielten weiter an, so die Polizei.

Wie die Berliner Feuerwehr auf Twitter mitteilte, erlitten drei Menschen, die während des Unfalls in der Nähe waren, einen Schock. Sie wurden von Rettungskräften vor Ort betreut.

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Die Radfahrerin ist die elfte Person, die in diesem Jahr bislang im Berliner Straßenverkehr umkam, berichtet der "Tagesspiegel". Demnach waren von den seit Jahresbeginn getöteten Verkehrsteilnehmern vier zu Fuß, drei mit dem Fahrrad und vier mit dem Auto unterwegs.

Streit um falsch geparkte Fahrzeuge

Der tödliche Unfall hat auch den Streit um unerlaubterweise auf Radwegen geparkte Fahrzeuge neu entfacht. Das Halten und Parken auf Radwegen mit einer durchgezogenen Linie ist für Kraftfahrzeuge generell verboten. Laut "Tagesspiegel" werden Verstöße bislang jedoch häufig nicht oder nur mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro geahndet. Der überarbeitete Bußgeldkatalog sehe zwar ein Bußgeld von mindestens 55 Euro vor, soll aber erst im Laufe des Jahres in Kraft treten.

"Wozu legen wir bitte Radstreifen an, wenn sich der motorisierte Verkehr nicht darum schert? Radstreifen müssen konsequent freigehalten werden. Jeder tödliche Unfall ist einer zuviel!", twitterte Berlins Justizsenator, Dirk Behrendt, am Donnerstagnachmittag.

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Der tödliche Unfall in Berlin-Friedrichshain habe einmal mehr gezeigt, dass Verkehrsteilnehmer, die ihr Fahrzeug unerlaubt auf dem Rad- oder Gehweg abstellen, eine ernst zu nehmende Gefährdung für andere darstellen, hieß es vom ADFC Berlin auf Anfrage von t-online.

ADFC: Verkehrssicherheit aller sollte oberste Priorität haben

"Ordnungsamt und Polizei haben die Aufgabe, den Verkehr zu kontrollieren und die Radwege frei zu halten. Dass das nicht ausreichend passiert, weiß jede und jeder, der oder die im Alltag in der Stadt mit dem Rad unterwegs ist", erklärte ADFC-Sprecherin Lisa Feitsch. "Wir fordern, dass die Verkehrssicherheit aller endlich oberste Priorität bei den Behörden hat."

Nötig sei ein Perspektivenwechsel: Weg von Duldung und Verständnis für "mal eben kurz halten" und hin zu einem wachsenden Anteil an Radfahrender und zu Fuß Gehender in der Stadt, so der ADFC. Der Verkehrsclub forderte, die Vision Zero – also das Ziel von null Verkehrstoten und Schwerverletzten – Realität werden zu lassen.

Verwendete Quellen
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