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Berlin: Plansche im Plänterwald – Frau erhält Verweis wegen freien Oberkörpers

Streit in Berlin-Treptow  

Plansche verweist Mutter wegen freiem Oberkörper des Platzes

01.07.2021, 11:51 Uhr | ads, t-online

Berlin: Plansche im Plänterwald – Frau erhält Verweis wegen freien Oberkörpers. Kinder in einer Berliner Plansche (Symbolbild): Eines solchen Kinderspielplatzes wurde eine Mutter verwiesen – weil sie wie ihr Freund ihr Oberteil auszog. (Quelle: imago images/PEMAX)

Kinder in einer Berliner Plansche (Symbolbild): Eines solchen Kinderspielplatzes wurde eine Mutter verwiesen – weil sie wie ihr Freund ihr Oberteil auszog. (Quelle: PEMAX/imago images)

Bei einer Berliner Plansche hat sich eine umstrittene Szene zugetragen: Eine Wahlberlinerin bekam einen Platzverweis, weil sie sich weigerte, ihre Brüste zu bedecken. Das Bezirksamt wehrt sich gegen die Vorwürfe der Frau. 

Gabrielle Lebreton fühlt sich diskriminiert: Auf einem Wasserspielplatz in Treptow-Köpenick hatte sie gemeinsam mit ihrem Freund ihr Oberteil abgelegt – und direkt eine Beschwerde des Sicherheitsdiensts erhalten. Das Bezirksamt lehne die Vorwürfe ab.

Bei einem Ausflug mit ihrem fünfjährigen Sohn in die Plansche im Plänterwald am 20. Juni haben sowohl Lebreton als auch ihr Freund wegen der Hitze ihr Oberteil ausgezogen. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" sollen zugleich Parkaufseher aufgetaucht sein und sie zur Ordnung gerufen haben: Demnach seien Brüste "störend" und zudem seien Kinder anwesend.

"Polizei soll vor Diskriminierung zu schützen, statt sie voranzutreiben"

Da sie diese Argumente nicht nachvollziehen konnte, und der Forderung nicht nachkam, habe der Sicherheitsdienst zur Verstärkung die Polizei gerufen – die ihr mit einem Platzverweis drohte. „Ich dachte noch, die Polizei sei dazu da, uns vor sexistischer Diskriminierung zu schützen, statt sie weiter voranzutreiben“, so Lebreton. Seit 2012 lebe sie in Berlin und habe so etwas noch nie erlebt.

Zwei Jahre zuvor hatte sie laut "Tagesspiegel" am Weltfrauentag im Rahmen einer Aktivismus-Aktion gemeinsam mit Männern oberkörperfrei auf die Stigmatisierung der weiblichen Brust im Vergleich zur männlichen hingewiesen. Damals sei nichts passiert und sie habe gedacht, "Berlin sei so frei und liberal“.

Berliner Polizei überprüft Ereignis

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick weist eine Diskriminierung der Frau zurück: Es habe keinen Einsatz des Ordnungsamtes gegeben und zudem sei die Plansche eine Einrichtung des Straßen- und Grünflächenamtes, die den besagten Sicherheitsdienst beauftragt und ihm das Hausrecht übertragen hat. Frau Lebreton habe demnach schlicht und ergreifend gegen das FKK-Verbot des Platzes verstoßen und sei daher des Wasserspielplatzes verwiesen worden.

Nach Angaben der "Berliner Zeitung" prüft die Polizei nun den Vorgang. Die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks sei eingeschaltet worden, um sich mit der verwiesenen Frau über das Vorkommnis zu unterhalten.

Verwendete Quellen:

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