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Berlin: Humboldt Forum eröffnet "Arena demokratischer Streitkultur"

Freier Eintritt für 100 Tage  

Humboldt Forum eröffnet "Arena demokratischer Streitkultur"

20.07.2021, 16:01 Uhr | dpa, t-online

Berlin: Humboldt Forum eröffnet "Arena demokratischer Streitkultur". Zahlreiche Gäste sind zur feierlichen Eröffnung des Humboldt-Forums gekommen: In dem Museum soll es auch um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte gehen.  (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)

Zahlreiche Gäste sind zur feierlichen Eröffnung des Humboldt-Forums gekommen: In dem Museum soll es auch um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte gehen. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)

Nach Jahren des Baus und hunderten Millionen Euro Kosten ist das Humboldt Forum in Berlin eröffnet worden. Die Ausstellungen sind zunächst frei zugänglich.

Mit dem Humboldt Forum in Berlin ist am Dienstag deutlich teurer als geplant und nach mehrfachen Verzögerungen eines der international ambitioniertesten Kulturprojekte eröffnet worden. Das für 680 Millionen Euro errichtete Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft startet zunächst mit sechs Ausstellungen und einem umfassenden Eröffnungsprogramm. In den ersten 100 Tagen ist der Eintritt frei. Im September folgt der nächste Öffnungsschritt, in der ersten Hälfte des kommenden Jahres soll das ganze Humboldt Forum im Zentrum Berlins offen stehen.

Neben dem Gebäude selbst mit den historisierenden Fassaden des alten Stadtschlosses ist auch die vom nächsten Jahr an geplante Präsentation von Benin-Bronzen umstritten. Museen aus Deutschland und Nigeria sowie die politische Ebene verhandeln aktuell über Rückgaben vom kommenden Jahr an. Der Großteil der Fassade ist eine Rekonstruktion des 1950 zerstörten früheren Stadtschlosses der Hohenzollern. Während ihrer Herrschaft wurde das Deutsche Reich Kolonialmacht.

Blick auf das Humboldt-Forum: Dort sind sechs Ausstellungen zu sehen. (Quelle: Reuters/Schmidt)Blick auf das Humboldt-Forum: Dort sind sechs Ausstellungen zu sehen. (Quelle: Schmidt/Reuters)

"Die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte wird hier bald eine zentrale Rolle spielen", kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) während der Eröffnungszeremonie an.

Sechs Ausstellungen für Besucher

Nach zunächst bau-, dann Corona-bedingt mehrfach verschobener Eröffnung und einem digitalen Vorspiel im Dezember werden die Türen des Forums in drei Etappen aufgesperrt. Zunächst warten im historischen Keller, im Erdgeschoss und in der ersten von drei Etagen sechs Ausstellungen auf Besucherinnen und Besucher.

Neben der Sonderausstellung "schrecklich schön. Elefant – Mensch – Elfenbein" sind das: "Nach der Natur" im Bereich der Humboldt-Universität, die "Berlin Global"-Ausstellung von Stadtmuseum und Kulturprojekte, "Nimm Platz!" als Ausstellung für Kinder, die "Geschichte des Ortes" zur wechselhaften Historie an dieser Stelle der Stadt und schließlich "Einblicke. Die Brüder Humboldt" zu Wirken und Schaffen der Namensgeber Alexander (1769-1859) und Wilhelm (1767-1835) von Humboldt.

Zwei Museen im Herzen der Stadt

Das rund 40.000 Quadratmeter umfassende Gebäude im Herzen Berlins teilen sich zwei Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Land Berlin, die Humboldt-Universität und die Stiftung Humboldt Forum.

Gezeigt werden Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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