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Klinikmitarbeiter ziehen vor Rathaus und Arbeitsgericht

Von dpa
24.08.2021Lesedauer: 1 Min.
Transparente werden vor der Vivantes-Zentrale gezeigt
Transparente mit der Aufschrift "wir retten Leben, wer rettet uns" und "einatmen, ausatmen, weitermachen, Pflege am Limit" werden bei einer streikbegleitenden Kundgebung vor der Vivantes-Zentrale gezeigt. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa/dpa-bilder)
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Mitarbeiter der Krankenhäuser Charité und Vivantes wollen heute vor dem Roten Rathaus und dem Arbeitsgericht auf ihre Forderungen aufmerksam machen. "Wir wollen Präsenz zeigen, wenn der Senat im Roten Rathaus tagt", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Janine Balder am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie rechne mit rund 200 Klinik-Mitarbeitern. Darüber hinaus gebe es an den drei Standorten der Charité weiter Warnstreiks. Zahlen zur Beteiligung konnte Balder zunächst nicht nennen.

Im Arbeitsgericht wird darüber verhandelt, ob auch bei Vivantes befristet gestreikt werden darf. Das Gericht hatte einen Warnstreik von Mitarbeitern verschiedener Bereiche des Konzerns mit einstweiligen Verfügungen zunächst untersagt.

Der Gewerkschaft Verdi geht es um einen Tarifvertrag, der eine Mindestpersonalausstattung für Stationen und Bereiche in den Kliniken festlegt. Er soll zudem Regelungen zum Belastungsausgleich enthalten für den Fall, dass diese tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden. Außerdem fordern Angestellte von Vivantes-Tochterunternehmen den vollen Tariflohn des öffentlichen Dienstes.

Für Vivantes sind die Forderungen der Gewerkschaft "nicht tragbar". Angesichts des fehlenden Fachpersonals wären die Vorgaben nur umsetzbar, indem weniger Patienten behandelt würden, argumentiert das Haus. Laut Verdi sind an anderen Häusern, etwa an der Uniklinik Mainz, damit bereits gute Erfahrungen gemacht worden. Für die Charité komme nur eine individuelle Regelung in Betracht. Der Vorstand der Charité sei auch nicht frei darin, einen Entlastungstarifvertrag abzuschließen, so ein Sprecher.

Verdi hatte ab Montag zu einem dreitägigen Warnstreik in den landeseigenen Krankenhäusern Charité und Vivantes aufgerufen.

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