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Ausstellung entdeckt Bildhauerin Louise Stomps wieder

Berlin  

Ausstellung entdeckt Bildhauerin Louise Stomps wieder

14.10.2021, 13:39 Uhr | dpa

Ausstellung entdeckt Bildhauerin Louise Stomps wieder. Berlinische Galerie

Blick auf das Gebäude der Berlinischen Galerie. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das verborgene Museum in Berlin hat auf seiner Suche nach in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen erneut eine Wiederentdeckung gemacht. Das Ergebnis ist mit der Ausstellung "Louise Stomps. Natur Gestalten - Skulpturen 1928–1988" von diesem Freitag an bis zum 17. Januar in der Berlinischen Galerie zu sehen.

Rund 90 Skulpturen und zahlreiche Zeichnungen geben einen Einblick in das Lebenswerk von Stomps (1900–1988). Dabei steht neben einigen Bronze-Skulpturen die Vorliebe der Künstlerin für ihre Arbeit mit Holz im Mittelpunkt. Der überwiegende Teil der Werke stammt nach Angaben vom Donnerstag aus international verstreutem privaten Besitz. Nur wenige Museen in Deutschland verfügen über Arbeiten von Stomps, die Berlinische Galerie hat jüngst eine Schenkung der Familie erhalten.

Stomps hatte früh mit Zeichnungen ihre künstlerische Laufbahn begonnen. Erst nach der Geburt zweier Töchter und Scheidung von ihrem Mann widmete sie ihr Leben ganz der Kunst und besuchte Klassen für Bildhauerei. Viele frühe Arbeiten wurden bei einem Bombenangriff in ihrem Atelier zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren ihre Skulpturen in ersten Ausstellungen in Berlin zu sehen.

In dieser Zeit nehmen ihre Arbeiten mehr und mehr bedrohliche Formen an, aus Sicht der Ausstellungsmacher eine Form der Verarbeitung der Kriegserfahrungen. Dabei arbeitete die Künstlerin gleichzeitig in weichen, fließenden Formen.

Später werden die Figuren schlanker. Das Verhältnis von oft enormer Höhe und extremer Schlankheit erinnert gerade bei ihren Bronzefiguren an ihren Zeitgenossen Alberto Giacometti (1901-1966), wobei Stomps im Gegensatz zu Giacometti mit klaren, glatten Oberflächen arbeitete.

Mit der Ausstellung hat die Berlinische Galerie erneut das verborgene Museum zu Gast. Auch die vor zwei Jahren gefeierte Ausstellung zu Lotte Laserstein geht nach Angaben von Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie, letztlich auf das verborgene Museum zurück.

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