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Prozess gegen Clanchef in Berlin: Bushidos Ehefrau im Zeugenstand


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Bushidos Ehefrau erneut im Zeugenstand

Von dpa
Aktualisiert am 13.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal (Symbolbild): Bushidos Ehefrau sagte aus, sich mehrfach an die Polizei gewendet zu haben.
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal (Symbolbild): Bushidos Ehefrau sagte aus, sich mehrfach an die Polizei gewendet zu haben. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Nachdem es im Prozess zwischen Rapper Bushido und Clanchef Arafat Abou-Chaker zu einer millionenschweren Abfindung kam, geht der Prozess in die nächste Runde. Bushidos Frau sagte erneut vor Gericht aus.

Rund einen Monat nach der Geburt ihrer Drillinge hat die Ehefrau von Rapper Bushido ihre Aussage im Prozess gegen einen Berliner Clanchef und drei seiner Brüder fortgesetzt. Anna-Maria Ferchichi sagte am Montag vor dem Berliner Landgericht, sie sei zunächst ohne Wissen ihres Mannes zur Polizei gegangen.

"Ich hatte Angst, ich wusste, wir schaffen das nicht alleine", erklärte die 40-Jährige in dem Verfahren um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers. Ihr Mann habe damals nicht gewollt, dass Polizei eingeschaltet wird.

Angklagte schweigen im laufende Prozess

Die Staatsanwaltschaft legte dem Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung zur Last. Die Brüder des 45-Jährigen sollen Mittäter gewesen sein. Die vier Männer haben in dem seit August 2020 laufenden Prozess bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Zu den mutmaßlichen Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die Beziehungen zu seinem langjährigen Geschäftspartner aufgelöst habe. Arafat Abuo-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen. Der Rapper sei laut Anklage bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden. Der 42-jährige Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, hatte im Prozess seine Beziehung zu Arafat Abou-Chaker. mit einer Zwangsheirat verglichen.

Mehrfach zur Polizei gegangen

Anna-Maria Ferchichi sagte weiter, Ende Januar 2018 habe es ein erstes Kontaktgespräch mit der Polizei gegeben. Ihren Mann habe sie als schwach in der Beziehung zu Arafat Abou-Chaker erlebt – "er hat es nicht geschafft, ihm die Stirn zu bieten". Im September 2018 hätten sie und ihr Mann dann von einem Freund erfahren, ihm sei geraten worden, sich von ihnen fernzuhalten – "weil etwas Großes passieren würde", so die Zeugin. Sie habe große Angst bekommen. Erneut sei sie zur Polizei gegangen. Als der damalige Freund davon erfahren habe, "hat er Panik bekommen und versucht, alles zu relativieren".

Die 40-Jährige hatte bereits im Juni im Prozess ausgesagt. Ihre Befragung musste dann wegen ihrer Drillingsschwangerschaft unterbrochen werden. Die Vernehmung der nun achtfachen Mutter wird am 15. Dezember fortgesetzt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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