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Stichtag 21. Mai: Union nimmt Pokal-Finale ins Visier

Von dpa
19.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Unions Spieler jubeln nach dem Schlusspfiff
Unions Spieler jubeln nach dem Schlusspfiff. (Quelle: S├Âren Stache/dpa/dpa-bilder)
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Als Max Kruse die Musik bei der Derby-Party in der Union-Kabine am liebsten auf Volume 10 drehen wollte, schlich Dedryck Boyata mit seinem kleinen Kind im Schlepptau traurig in Richtung Ostkurve des Olympiastadions. Der einsame Hertha-Kapit├Ąn wurde auf dem Weg zur Aussprache mit ein paar Dutzend Fans zum Sinnbild des n├Ąchsten Tiefschlags f├╝r seinen chronisch leidenden Club. Gefeiert wird im Berliner Fu├čball nur weit im Osten, in K├Âpenick. Die so leidenschaftlich diskutierte Frage nach der Nummer eins in der Hauptstadt ist pro Union gekl├Ąrt. "Stand jetzt, ja", sagte Kruse.

Nach dem 3:2 im Achtelfinale des DFB-Pokals sprach sogar der sonst maximal zur├╝ckhaltende Trainer Urs Fischer von seinen Tr├Ąumen f├╝r den 21. Mai. "Wir schauen uns die Auslosung an und werden uns dementsprechend auf den n├Ąchsten Gegner vorbereiten. Aber es ist auch klar, wenn du im Pokal mitspielst, willst du bis ins Finale, sonst musst du an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen. Von daher haben das alle im Kopf", sagte Fischer. Von den acht im Pokal verbliebenen Teams ist keiner besser platziert als der Bundesliga-F├╝nfte.

Auch Kruse hat Lust auf einen eisernen Titelangriff und sprach die Endspiel-Sehnsucht auch aus. "Wir haben noch zwei Spiele bis zum Finale. Es sind zwei Siege, bis wir wieder hier spielen d├╝rften", sagte der 33-J├Ąhrige. Der erste Derby-Sieg beim Lokalrivalen seit elf Jahren hat Union noch einmal gr├Â├čer werden lassen.

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Bei der Hertha schrumpft das Selbstvertrauen immer mehr. Trainer Tayfun Korkut war konsterniert und k├╝ndigte eine Aussprache mit Knallhart-Elementen an. "Es gibt einiges zu besprechen. Das werden wir auch machen. Wir werden uns unsere Gedanken machen und es werden Dinge angesprochen werden. Wir gehen nicht in den n├Ąchsten Tag rein und sagen, das ist jetzt passiert", sagte Korkut. Sein Problem: Am Sonntag geht es in der Bundesliga gegen den FC Bayern M├╝nchen und mit einer Defensivleistung wie gegen Union droht gleich die n├Ąchste demoralisierende Packung.

Die Herthaner m├Âgen sich vom Fu├čball-Leid verfolgt f├╝hlen. Alle drei Gegentreffer - durch Andreas Voglsammer, das Eigentor von Niklas Stark und Robin Knoche - waren leicht zu verteidigen. Suat Serdars Doppelpack war wertlos. Von ARD-Experte Bastian Schweinsteiger ├╝ber Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich bis zu Korkut, alle sprachen von einer verdienten Derby-Niederlage, weil zu sehen war: Union ist im Gegensatz zum fragilen Hertha-Gebilde eine funktionierende Mannschaft. Mehr Ballbesitz, mehr Torsch├╝sse und eine bessere Zweikampfquote z├Ąhlten die Statistiker ├╝berraschend pro Hertha. Doch f├╝r die Musik sorgte Union, w├Ąhrend des Spiels und auch danach.

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