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Zustrom reißt nicht ab: Berlin erweitert Kapazitäten für Ukraine-Flüchtlinge


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Zustrom reißt nicht ab: Berlin erweitert Kapazitäten für Geflüchtete

Von dpa, t-online
09.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Freiwillige Helfer versorgen eine Geflüchtete aus der Ukraine am Berliner Hauptbahnhof mit Lebensmitteln (Archivbild): Trotz der riesigen Solidarität, kommt die Hauptstadt an ihre Grenzen.
Freiwillige Helfer versorgen eine Geflüchtete aus der Ukraine am Berliner Hauptbahnhof mit Lebensmitteln (Archivbild): Trotz der riesigen Solidarität, kommt die Hauptstadt an ihre Grenzen. (Quelle: Stefan Trappe/imago-images-bilder)
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Das Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Reinickendorf platzt aus allen Nähten – und täglich kommen weitere Geflüchtete aus der Ukraine nach Berlin. Um sie alle zu versorgen, müssen die Kapazitäten ausgebaut werden.

Berlin will seine Kapazitäten zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine weiter ausbauen. Die Kapazität des bisherigen Ankunftszentrums in Reinickendorf reiche bei weitem nicht aus, um die aktuellen Herausforderungen bewältigen zu können, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag. Allein am Sonntag und Montag waren über 13.000 Menschen in der Hauptstadt angekommen.

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, kamen seit vergangenem Donnerstag rund 70.000 Flüchtlinge nach Berlin. Dies ergebe sich aus Schätzungen des Berliner Senats, die täglich veröffentlicht werden. Die tatsächliche Zahl könnte jedoch noch höher liegen, weil es für Menschen aus der Ukraine keine Registrierungspflicht gibt. Der Senat erwartet für die nächsten Tage zudem weiter steigende Flüchtlingszahlen. "Wir gehen davon aus, dass die hohen Zahlen anhalten", so Giffey.

Geflüchtete in Berlin: Zeltstadt in Reinickendorf aufgebaut

Um möglichst viele Menschen versorgen zu können, und die provisorische Situation am Hauptbahnhof zu verbessern, ist auf dem Bahnhofsvorplatz ein beheiztes Zelt als "Welcome Hall Berlin" errichtet worden. "Wir haben hier die Möglichkeit, aus der Bahnhofssituation herauszukommen", hatte Giffey im Vorfeld erklärt.

Blick auf die sogenannte "Welcome Hall Berlin" am Berliner Hauptbahnhof (Archivbild): In dem beheizten Zelt sollen Flüchtlinge aus der Ukraine erstversorgt werden.
Blick auf die sogenannte "Welcome Hall Berlin" am Berliner Hauptbahnhof (Archivbild): In dem beheizten Zelt sollen Flüchtlinge aus der Ukraine erstversorgt werden. (Quelle: Stefan Zeitz/imago-images-bilder)
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Die Flüchtlinge, die eine Unterkunft brauchen, werden dann zum Ankunftszentrum in Reinickendorf gebracht. Hier sei wegen der wachsenden Zahl an Geflüchteten aus der Ukraine eine kleine Zeltstadt aufgebaut worden, berichtet der "Tagesspiegel". Mit über 150 Einsatzkräften habe das Technische Hilfswerk (THW) in der Nacht zu Mittwoch mehr als 50 Zelte aufgebaut. 600 Betten und rund 1.000 Schlafsäcke stünden in den Zelten bereit. Hier sollen sich die Flüchtlinge ausruhen können, bevor sie in Bussen in andere Bundesländer gebracht werden.

Flughafen Tegel soll zweites Ankunftszentrum werden

Um das Ankunftszentrum in Reinickendorf zu entlasten, soll außerdem im Flughafen Tegel ein zweites eröffnen, wie Franziska Giffey ankündigte. In dem früheren Flughafengebäude sollen möglichst viele Menschen untergebracht werden. Dort sollen sie zudem medizinische Erstversorgung sowie Beratung, etwa zu aufenthaltsrechtlichen und beruflichen Fragen, bekommen. Wann Tegel als Ankunftszentrum genutzt werden kann, war zunächst aber noch unklar. Als Erstes solle laut Giffey das ehemalige Flughafenhotel genutzt werden.

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Auch die Messe soll offenbar zu einem Notquartier für Geflüchtete werden, wie die "Berliner Morgenpost" erfuhr. Demnach sollen in der Messehalle 26, die bis zum vergangenen Sommer die Corona-Notfallklinik des Landes beherbergte, nun "Überlaufkapazitäten" entstehen. Wenn also andere Unterkünfte keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen können, sollen sie in der Messe unterkommen. Bis zu 2.500 Menschen könnten hier Platz finden.

Riesige Solidarität in Berlin

Berlin gilt in Deutschland derzeit als einer der Hauptanlaufpunkte für Flüchtlinge aus der Ukraine. Nicht nur die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) mahnen deshalb immer wieder zu einer besseren Verteilung der Menschen auf die Bundesländer und einer besser abgestimmten Koordination.

In Berlin sei es bislang insbesondere dank des großen Engagements von Ehrenamtlichen dennoch gelungen, alle Flüchtlinge auch bei nächtlicher Ankunft unterzubringen, erklärte die Berliner Sozialsenatorin Kipping. Viele Berlinerinnen und Berliner bieten auch privat Unterkünfte für ukrainische Flüchtlinge an. "Das knirscht manchmal, da staut's manchmal. Aber bisher hat man für jeden ein Bett bekommen", so Kipping.

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Verwendete Quellen
  • Material der Nachrichtenagentur dpa
  • "Tagesspiegel": "Die Ukraine-Krise und Berlin"
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  • Meike Kreil
Von Meike Kreil
Von Katharina Weiß
Flughafen TegelFlüchtlingeSPDTagesspiegelUkraine

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