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Mercedes-Autozug in Bremen blockiert: Aktivisten ketten sich an Gleise


Bahnstrecke stundenlang gesperrt
Mercedes-Autozug blockiert: Aktivisten legen Bahnverkehr lahm

Von t-online, mkr

Aktualisiert am 08.04.2024Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:240408-935-63206Vergrößern des BildesEin Autozug von Mercedes (Symbolbild): Wer hinter der Blockadeaktion steckt, ist noch unklar. (Quelle: Bodo Marks/dpa)
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Ungewöhnlicher Protest in Bremen: Aktivisten blockierten einen Mercedes-Zug und sorgten für einen stundenlangen Polizeieinsatz.

In Bremen ist es am Montagmorgen zu einer außergewöhnlichen Protestaktion gekommen: Eine Gruppe von Aktivisten hatte sich gegen 6.20 Uhr an Bahngleise gekettet und dadurch einen Zug des Autoherstellers Mercedes gestoppt. Wie die Polizei mitteilte, befänden sich drei bis vier Personen auf den Zulieferungsgleisen zum Werk und blockierten so den Abtransport von Autos. Zwei Aktivisten mit Bannern befänden sich zudem auf einem Dach eines Gebäudes auf dem Werksgelände.

Beamte der Landes- und Bundespolizei wurden alarmiert, um die Situation zu bewältigen. Sie versuchten, die Demonstranten von den Gleisen herunterzuholen und sicherzustellen, dass der Bahnverkehr so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann. Das gelang erst nach rund sieben Stunden: Die Blockade auf den Schienen zu Mercedes wurde gegen 13 Uhr aufgelöst.

Zugverkehr zwischen Hannover und Bremen eingeschränkt

Klimaaktivisten der Initiative "Disrupt Now" hatten sich am Morgen zu dem Protest bekannt. "Die Klimakrise spitzt sich immer mehr zu und trotzdem produziert Mercedes aus Profitinteresse weiter massenweise rohstoff- und energiefressende Autos für den Individualverkehr", teilte Aktivistin Marla Denke mit. "Die größte Gewinnspanne wird durch große und schwere Luxuskarossen für Reiche erzielt. Doch auch abgeschottet in SUVs kann man der Klimakatastrophe nicht davonfahren!"

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Parallel hatte die Polizei auch die Bahnstrecke zwischen Hannover und Bremen zeitweise gesperrt. "Das war eine prophylaktische Maßnahme", sagte ein Sprecher der Polizei. Die Ermittler befürchteten, dass sich weitere Aktivisten in der Nähe der Schienen aufhalten könnten. Kurz vor acht Uhr fuhren die Regionalzüge wieder, Reisende mussten aber weiter mit Verspätungen rechnen.

Parallel zu der Aktion stiegen zwei Vermummte mit Klettergeschirr auf ein Gebäudevordach des Autoherstellers, wie die Polizei weiter mitteilte. Sie rollten ein Plakat aus mit der Aufschrift "Bahn und Bus statt Autostuss". Die beiden Aktivisten vom Vordach seilten sich selbstständig ab. Alle sechs mussten am Montagmittag vorübergehend mit zur Wache.

Produktion wurde nicht beeinträchtigt

Die Produktion im Werk Bremen und die Fahrzeugauslieferung im Kundencenter war nach Angaben des Autoherstellers nicht beeinträchtigt. "Friedlicher Protest ist legitim", teilte eine Unternehmenssprecherin mit. "Wir verurteilen jedoch Aktionen, bei denen Menschen gefährdet oder Sachen beschädigt werden."

Gegenüber dem Gelände ließen sich auf einem Gehweg vier weitere Aktivisten nieder. Sie führten laut Polizei eine eigene Versammlung durch, die sie als "Aktionstag gegen Tesla" deklarierten. Das Quartett saß dort mit Campingstühlen und einem Campingtisch.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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