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AfD-Abgeordneter möchte Chemtrail-Verschwörungstheorie aufdecken


AfD-Abgeordneter möchte Verschwörungstheorie aufdecken

Von t-online, mgr

17.05.2023Lesedauer: 2 Min.
AfD-Landtagsabgeordneter Sebastian Wippel aus Sachsen möchte mit seiner jüngsten Kleinen Anfrage an den Landtag eine "mutmaßliche Verschwörungstheorie" aufklären.Vergrößern des BildesAfD-Landtagsabgeordneter Sebastian Wippel aus Sachsen möchte mit seiner jüngsten Kleinen Anfrage an den Landtag eine "mutmaßliche Verschwörungstheorie" aufklären. (Quelle: Montage (imago))
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Die Landesregierung muss sich mit Chemtrails und Geo-Engineering beschäftigen: Ein Blick nach Niedersachsen zeigt, wie die Antwort ausfallen könnte.

Die AfD ist für viele Kleinen Anfrage bekannt, denn diese müssen von der Landesregierung beantwortet werden – selbst wenn sie noch so ungewöhnlich sind. Jüngst wollte Sebastian Wippel von der Landesregierung wissen, ob durch "zielgerichtete Einbringung von Chemikalien in die Atmosphäre" sogenanntes Geo-Engineering betrieben werde. Gemeint ist eine Technologie, die darauf abzielt, das Klima der Erde aktiv zu manipulieren.

"Diese sogenannten Chemtrails ließen sich anhand ihrer Bewegungsmuster und Ausprägung von Kondensstreifen von Flugzeugen unterscheiden", schreibt der sächsische Landtagsabgeordnete, der mit seiner Anfrage eine "mutmaßliche Verschwörungstheorie" aufdecken möchte – selbst wenn die Staatsregierung nur Erkenntnisse oder Hinweise hätte, dass systematisch Substanzen zur "Bevölkerungsreduktion" genutzt würden. Vielleicht lägen der Staatsregierung Messwerte zur Konzentration von Aluminium, Barium und Strontium in der Luft vor, die Anhaltspunkte liefern könnten.

Flugverkehr für ungewöhnliche Kondensstreifen verantwortlich

Laut der Geschäftsordnung des Sächsischen Landtags muss die Anfrage innerhalb von vier Wochen beantwortet werden – die Landesregierung hat also noch drei Wochen Zeit.

Solange lohnt sich ein Blick nach Niedersachsen: Dort hatte der damalige CDU-Abgeordnete Martin Bäumer 2015 eine ähnliche Anfrage gestellt. Allerdings wurden von der Landesregierung hauptsächlich die Luftkonzentrationen der Elemente Arsen, Blei, Cadmium und Nickel durch das landeseigene Überwachungssystem gemessen. Die Landesregierung lehnte deshalb die Nachfrage ab, ob der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz nicht künftig auch Aluminium, Barium und Strontium messen könne.

Jörg Kachelmann ordnet Phänomen ein

Beim Umweltbundesamt haben sie dennoch nachgefragt: "Das am Himmel zu beobachtende Phänomen von zunehmenden Kondensstreifen und deren ungewöhnlichen Formen ist auf den rasant zunehmenden Flugverkehr zurückzuführen", stellt die Bundesbehörde klar.

Es gebe allerdings auch 40 Jahre alte Bilder, auf denen genau solche Kondensstreifen zu sehen seien, ordnet Wetterexperte Jörg Kachelmann das Phänomen auf seiner Wetterseite ein. "Kondensstreifen waren schon immer so, dass sie sich schnell auflösten und kaum hinter dem Flugzeug zu sehen waren, wenn das Flugzeug durch trockene Luft flog", erklärt Kachelmann. In feuchter Luft hingegen blieben sie lange sichtbar, breiteten sich aus und bildeten die Basis für neue Wolken.

Verwendete Quellen
  • edas.landtag.sachsen.de: Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Sebastian Wippel
  • revosax.sachsen.de: Geschäftsordnung des Sächsischen Landtags (GO) 6. Wahlperiode
  • youtube.de: Kachelmannwetter: Chemtrails gibt es nicht
  • landtag-niedersachsen.de: Anfrage des Abgeordneten Martin Bäumer
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