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Volker Drkosch: Sternekoch schließt Restaurant "Dr. Kosch"


Restaurant Dr. Kosch in Düsseldorf
Sternekoch Volker Drkosch schließt die Küche und geht auf Weltreise


Aktualisiert am 31.10.2023Lesedauer: 3 Min.
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Volker Drkosch in seinem Restaurant in der Roßstraße, das Mitte Dezember schließen wird.Vergrößern des Bildes
Volker Drkosch in seinem Restaurant in der Roßstraße, das Mitte Dezember schließen wird. (Quelle: Restaurant Dr. Kosch)

Weltreise statt Küche: Sternekoch Volker Drkosch schließt sein Restaurant "Dr. Kosch" am 16. Dezember. Mit seiner Partnerin will er mindestens anderthalb Jahre die Welt bereisen.

Düsseldorf verliert einen seiner Sterneköche: Volker Drkosch hat sich entschieden, sein Restaurant "Dr. Kosch" in der Roßstraße zu schließen und mit seiner Partnerin Susanne Schmitt (Blumenhaus am Hofgarten) auf Weltreise zu gehen. Am 16. Dezember wird der 54-Jährige ein letztes Mal für seine Gäste kochen, einen freien Tisch wird es im Restaurant in den letzten Tagen aber wohl kaum noch geben – der Sternekoch freut sich über die vielen Reservierungsanfragen, die zurzeit bei ihm eingehen.

Ausschlaggebend für den Entschluss seien keine wirtschaftlichen Gründe gewesen und es habe auch keine Probleme bei der Suche nach Personal und keinen Ärger mit dem Vermieter gegeben. "Es ist unsere freiwillige Entscheidung. Wir haben keine Verpflichtungen mehr und es uns in den vergangenen Jahren erarbeitet, diesen Schritt jetzt gehen zu können", erzählt Drkosch. Die Kinder seien inzwischen aus dem Haus, sodass er nun zu einem Zeitpunkt aufhören kann, "wenn es am schönsten ist".

Sechs Jahre in der Roßstraße

Auf das kalendarische Rentenalter habe er ohnehin nicht warten wollen, um erst dann für längere Zeit die Welt zu entdecken. "Ich bin jetzt topfit und will Sachen machen, die in zehn Jahren vielleicht nicht mehr möglich sind. Wer weiß, ob man mich mit 65 noch in einen Vulkan steigen lässt", sagt Drkosch, der aus dem bayerischen Burghausen stammt und die vergangenen sechs Jahre sein Restaurant in der Roßstraße betrieb. Sein Leben lang hat er stets in der gehobenen Gastronomie gearbeitet und ist bald seit 25 Jahren Sternekoch.

Aber jetzt sei die Zeit gekommen, nicht mehr gebunden zu sein. "Früher wurde alles um die Kinder und den Job organisiert, dann nur noch um das Restaurant. Jetzt soll sich das Leben nicht mehr nach dem Geschäft richten", sagt Drkosch. Maximal drei Wochen am Stück hat er zuletzt Urlaub machen können. Der anstehende "Cut", so nennt er das, was auf ihn zukommt, soll mindestens anderthalb Jahre dauern. Gebucht sei noch nichts und es gebe auch noch keine richtig konkreten Pläne – es stehen noch die Abwicklung des Restaurants und die Suche nach einem Nachfolger an –, doch es werde ein bisschen wie "Work & Travel mit 35 Jahren Verspätung" werden, sagt Drkosch.

Studium oder doch Weinbar?

"Work & Travel" heißt für den Sterne-Koch, dass er in fremden Ländern leben und sich den Lebensunterhalt mit kleineren Jobs finanzieren möchte. So könnte "House-Sitting" in Kenia die erste Station im Frühjahr 2024 werden, auf jeden Fall soll die Reise aber auch nach Südamerika und auf die Panamericana führen. Auf einem Weingut oder einer Rinderfarm in Argentinien zu arbeiten, das kann sich Drkosch bestens vorstellen. "Wenn ich dort kochen kann und es den Leuten schmeckt, vielleicht ergibt sich daraus die nächste Chance und es geht auf einem Weingut in Uruguay weiter", sagt er, ohne einen endgültigen Plan zu haben, den es auch für die Zeit nach der Weltreise nicht gibt.

Am unwahrscheinlichsten sei es, so der Sternekoch, dass er in sein altes Leben mit einer 80-Stunden-Woche zurückkehrt. "Ich kann mir auch etwas ganz Neues vorstellen", sagt er und denkt sogar noch einmal an ein Studium. Aber vielleicht eröffnet er auch einfach eine kleine Weinbar – wo auch immer.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
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