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Düsseldorf: "Wir tun, was wir können" – OB Keller besorgt über Altstadt

"Null-Toleranz-Strategie"  

Urin und Gegröle – Düsseldorfs OB will in der Altstadt durchgreifen

15.10.2021, 09:00 Uhr | dpa

Düsseldorf: "Wir tun, was wir können" – OB Keller besorgt über Altstadt. Ein Polizeiauto in der Düsseldorfer Altstadt: Am vergangenen Wochenende musste die Polizei dort zu 78 Einsätzen ausrücken. (Quelle: imago images/Gstettenbauer)

Ein Polizeiauto in der Düsseldorfer Altstadt: Am vergangenen Wochenende musste die Polizei dort zu 78 Einsätzen ausrücken. (Quelle: Gstettenbauer/imago images)

Dreck, Gegröle und viele Polizeieinsätze: In der Düsseldorfer Altstadt ist der öffentliche Raum nach Ansicht von Oberbürgermeister Stephan Keller in keinem guten Zustand. Der CDU-Politiker will jetzt durchgreifen.

Die Düsseldorfer Altstadt sowie das angrenzende Rheinufer sollen sicherer und sauberer werden. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) kündigte am Donnerstag eine "Null-Toleranz-Strategie" an. Zustände wie am vergangenen Wochenende mit 78 Polizeieinsätzen in einer Nacht werde man nicht mehr hinnehmen. Außerdem werde man die Zahl der E-Scooter halbieren.

Am Rheinufer wurden in den vergangenen Tagen Lichtmasten aufgestellt, um Bereiche bei Bedarf heller zu erleuchten und so unliebsame Gruppen zu vergraulen. Man wolle es "ungemütlicher machen für diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten", sagte Keller. Die bestehende Beleuchtung an der Rheinpromenade soll durch hellere ersetzt werden.

Stephan Keller (CDU), Oberbürgermeister von Düsseldorf: Die Zustände in der Altstadt will er nicht weiter hinnehmen. (Quelle: dpa/Oliver Berg)Stephan Keller (CDU), Oberbürgermeister von Düsseldorf: Die Zustände in der Altstadt will er nicht weiter hinnehmen.

Düsseldorfer Altstadt: "Eindruck, dass hier öffentlicher Raum verlottert"

Anwohner hatten sich über Müll, nächtliches Gegröle und Urinieren in Hauseingängen beklagt. Das Problem werde auch mit mobilen WC-Anlagen, Müllsaugern, 200 größeren Mülleimern und häufigerer Leerung angegangen, so Keller. "Wir müssen dem Eindruck entgegentreten, dass hier ein öffentlicher Raum verlottert", sagte er.

Wildpinkler würden künftig mit bis zu 178,50 Euro statt 35 Euro zur Kasse gebeten. Die Stadt werde mit mehr Ordnungskräften mehr Präsenz zeigen. Die stationären öffentlichen WC-Anlagen müsse man nach Vandalismus und Sabotage bewachen.

OB Keller: E-Scooter als Problem

Keller kündigte außerdem an, die Zahl der 12.500 E-Scooter in der Landeshauptstadt zu halbieren. "Ich ärgere mich wirklich sehr, dass man uns dieses Problem aufgehalst hat", sagte der Oberbürgermeister in Richtung der Bundesregierung. "Diese Scooter haben keinen verkehrspolitischen Nutzen, sind umweltpolitisch fragwürdig und ein Problem im öffentlichen Raum."

Die Sondernutzungsgebühr werde pro elektrisch betriebenen Tretroller von 20 auf 50 Euro im Jahr erhöht. Falsch abgestellte Scooter werde die Stadt einsammeln und den Betreibern dafür 100 Euro pro Gerät in Rechnung stellen. "Wir bräuchten eigentlich noch stärkere Instrumente – aber wir tun jetzt alles, was wir können, um dem Problem Herr zu werden."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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